Mittwoch, 13. Oktober 2010

Leitvers

Erforsche mich, Gott und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf dem ewigen Wege!
Psalm 139,23-24

Spieglein, Spieglein an der Wand ...

Spieglein, Spieglein an der Wand ...

Jeden Morgen steht man vor dem Spiegel und rasiert sich oder frisiert sich, und man hat sich allmählich mit dem abgefunden, was man da zu sehen bekommt, vielleicht gefällt das Bild im Spiegel manchen Leuten sogar. Und doch ist der Spiegel ein großer Lügner; denn alles, was er zeigt, ist seitenverkehrt zur Wirklichkeit. Die Warze am linken Auge zeigt er rechts, und die Narbe an der rechten Wange zeigt er links. Alles ist völlig anders als die Wirklichkeit. Wie sehr man dadurch getäuscht wird, merkt man an der Reaktion der Leute, die ein Foto von sich zu sehen bekommen. Da ist selten großer Jubel zu vernehmen, obwohl das Foto uns zeigt, wie wir wirklich aussehen, wie uns andere Leute wahrnehmen.
Ähnlich geht es auch mit der Vorstellung, die wir von unserem Charakter haben. Den finden wir ebenfalls meistens ganz nett; aber wie andere uns wahrnehmen, das unterscheidet sich davon oft erheblich. Das erfahren viele erst sehr spät, oft viel zu spät, erst wenn das Gespräch verstummt ist oder der Partner gar die Scheidung eingereicht hat.
In unserem Tagesspruch bittet David, Gott möge ihm zeigen, wo er seinen Mitmenschen Mühsal bereitet, damit er das ändern kann. Er will gern, dass Gott sein Gewissen wach erhält, um zu reagieren, ehe es zu spät ist. Wenn wir merken, dass wir uns wieder einmal gar nicht gut verhalten haben, dann darf es nicht heißen: »Stell dich nicht so an!«, sondern: »Es tut mir leid, dass ich dich gekränkt habe.« Und je besser wir auf die Stimme unseres Gewissens hören, umso schneller können wir Missverständnisse ausräumen. Dann achtet man auch darauf, dass die anderen etwas Gutes bei uns zu sehen bekommen.

Hermann Grabe
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Frage
Was machen Sie, wenn Sie jemand gekränkt haben?
Tipp
Gleich um Verzeihung bitten!
Bibellese
Matthäus 5,21-26

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