Donnerstag, 14. Februar 2002

Leitvers

Jeder, der Sünde tut, ist ihr Sklave.
Johannes 8,34

Überraschende und geheimnisvolle Überfälle

Überraschende und geheimnisvolle Überfälle

Die Sünde ist ein »Sekundenkleber«. Plötzlich und unerwartet fällt sie über uns her. Lassen wir sie in unsere Gedankenwelt ein, werden wir sie nicht mehr los, dann wird sie zum »Dauerkleber«. Liefern wir uns ihr aus, dann werden wir zum Gespött der Leute und verlieren sogar die Achtung vor uns selbst. Jede Sünde erniedrigt und degradiert uns. Sünde ist eine einzige, fortgesetzte Lebenslüge. Dazu ist sie äußerst kostspielig: Sie kostet Nerven, Geld, zerbricht Ehen, belastet das Gewissen und zuletzt kostet sie uns das ewige Leben.
Die Macht der Sünde besteht in ihrem Betrug, den wir nicht durchschauen. Durch List und Heimtücke hält sie uns wie Sklaven gefangen. Sünde ist ein Lebensstil, eine Einstellung, die alle Bereiche unseres Lebens erfasst, durchdringt und langsam und unmerklich zerstört. Sie wiegt uns solange in Sicherheit, bis sie uns fest im Griff hat. Meist zeigt sie erst dann ihr wahres hässliches Gesicht.
Sünde äußert sich auch in Taten. Sünde schafft Distanz zu Gott, der aber unsere sündige Lebenseinstellung und Lebensgestaltung brechen und erneuern will.
Wenn wir die Wurzel unseres Dilemmas erkennen, kann uns auch geholfen werden. Symptombehandlung ist wenig hilfreich in Sachen Sünde. Wir brauchen eine durchgreifende Heilung, die nur Gott uns geben kann. Er bietet uns in seiner Therapie keine billigen Trostpflästerchen an. Gott ist bereit, uns seine Vergebung zu schenken, wenn wir reinen Tisch machen und die Karten auf den Tisch legen. Das fällt schwer, aber es ist die einzige Möglichkeit, von der todbringenden Sünde loszukommen.

Helmut Blatt


Frage
Sind Sie Ihrer Sünde überdrüssig?
Tipp
Der Kampf gegen die Sünde beginnt mit dem Annehmen von Gottes Vergebung.
Bibellese
Johannes 8,21-30

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