Donnerstag, 14. Juni 2007

Leitvers

So erfüllt meine Freude, dass ihr dieselbe Gesinnung und dieselbe Liebe habt, einmütig, eines Sinnes seid, ... dass in der Demut einer den anderen höher achtet als sich selbst.
Philipper 2,2.3

Fremde Kulturen

Mangelnde Achtung - ungeschickt demonstrierte Stärke

In der Elternbeiratssitzung kommt zur Sprache, dass auf dem Hof des Schulzentrums eine Gruppe moslemischer Jugendlicher Probleme macht. Sie glauben, ihre Stärke durch ständige Schlägereien beweisen zu müssen. Warum machen so oft die moslemischen Jungen die Probleme, während die Mädchen eher unauffällig bleiben?
Im Islam wird sehr geschlechtsspezifisch erzogen. Die Jungen werden bevorzugt, tragen sie doch den Familiennamen weiter. Sie werden »auf den Thron gehoben«, das heißt, sie werden als solche erzogen, die später Anweisungen erteilen. Durch die Ausübung von Autorität in der Familie muss Männlichkeit und Stärke bewiesen werden. Dabei wird auch Gewalt angewendet, besonders, wenn es um die Familienehre geht. Ein Mann, der dazu nicht bereit ist, gilt als schwach und wird verachtet.
Wenn wir uns im Umgang mit unseren islamischen Mitbürgern die Situation der Männer und der Jungen bewusst machen, werden wir sie besser verstehen. Müssen sich diese uns fremd erscheinenden Menschen durch unser Verhalten nicht häufig gedemütigt vorkommen? Gerade für die Jungen wird die Situation schwierig, wenn sie von ihren Klassenkameraden nicht für voll genommen werden.
Ergreifen wir die Chance, Menschen zu gewinnen, indem wir sie als gleichwertig betrachten und respektvoll behandeln. Dieses Recht sollten wir unseren islamischen Mitbürgern zugestehen. In der Regel wird unsere Achtung viel Freude und Achtung uns gegenüber auslösen. Ein schönes Miteinander kann entstehen! Gerhard Kimmich
Frage
Wie wäre es, wenn wir heute allen unseren Mitmenschen mit besonderem Respekt begegneten?
Tipp
Man kann nur etwas ändern, wenn man vorher das Vertrauen gewonnen hat.
Bibellese
Matthäus 5,1-16

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