Dienstag, 14. Juni 2011

Leitvers

Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.
Lukas 14,27

Der Fichtenkreuzschnabel

Der Fichtenkreuzschnabel

Kennen Sie den Fichtenkreuzschnabel? Obwohl diese kräftige Finkenart in unseren Breiten nicht selten ist, kriegt man ihn doch kaum zu Gesicht. Das hängt damit zusammen, dass Fichtenkreuzschnäbel - immer in kleineren Trupps - sich meistens in den Wipfeln der Nadelbäume aufhalten. Nur bei genauem Hinsehen kann man sie wie kleine Papageien in den Baumspitzen turnen sehen, wobei deutlich das Knacken der Tannenzapfen zu hören ist. Von den fliegenden Vögeln hört man ein hartes »sipp ... sipp«, was auch in den kunstvollen Gesang eingeflochten wird. Das Interessanteste an diesem Vogel aber ist der gekreuzte Schnabel, der aussieht, als wäre er »verbogen«. Voll Mitleid haben sich schon viele Gedanken gemacht, wie denn der arme Vogel seine Nahrung aufnehmen soll, mit diesen gekreuzten Schnabelspitzen, die weit von einander abstehen ... Vieles, was Vögel fressen, macht ihm tatsächlich Probleme, aber: indem er mit seinen gekreuzten Schnabelspitzen wie mit einer Pinzette Samen aus Fichtenzapfen zieht, sättigt er sich mit einer Nahrung, die keinem anderen Vogel zugänglich ist.
Und wie soll ein Mensch in unserer modernen Welt noch »satt werden«, der heute noch sein Kreuz trägt, das heißt, der an den gekreuzigten Jesus Christus glaubt und ihm nachfolgt? Mit so einem »Kreuzschnabel« wird man nicht satt von allem, was es so in dieser Welt zu finden gibt. Aber reichlich und unerschöpflich hält Gott für seine Leute eine Nahrung bereit, die nur mit diesem »Kreuzschnabel«, nur in der bewussten Nachfolge Jesu Christi zu finden ist. Von dieser Nahrung heißt es, dass die Welt sie nicht kennt, weil sie ihr unzugänglich ist: der Friede Gottes nämlich, der allen Verstand übersteigt.

Erwin Kramer
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Frage
Was wissen Sie bereits von diesem göttlichen Frieden?
Tipp
Nur wer sein Kreuz trägt, findet alles in Gott!
Bibellese
Johannes 15,27

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