Donnerstag, 14. Oktober 2004

Leitvers
Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis
über das ganze Land bis zur neunten Stunde, und die Sonne
verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei.

Lukas 23,44-45

Sonnenfinsternis?

Sonnenfinsternis?

Wer eine totale Sonnenfinsternis erlebt hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie es ist, wenn die Sonne am hellen Tag ihren Schein verliert. Aber die im obigen Bibelvers beschriebene Finsternis von drei Stunden kann keine normale Sonnenfinsternis gewesen sein.
Dafür gibt es verschiedene Gründe: Eine totale Sonnenfinsternis entsteht nur bei Neumond, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt und sein Schatten die Erde trifft. Dieser Mondschatten hat im günstigsten Fall einen Durchmesser von maximal 273 Kilometer, und es dauert nie länger als 7,6 Minuten, bis er über einen Ort hinweg gezogen ist und die Sonne wieder sichtbar wird.
Ein weiterer Grund ergibt sich aus dem jüdischen Fest-Kalender: Das Passahlamm, wurde am Abend des 14. Nisan gegessen. Somit ist sicher, dass zur Zeit der Kreuzigung Vollmond war, ein Zeitpunkt an dem ohne Eingreifen Gottes keine Sonnenfinsternis stattfinden konnte. Hier hören alle menschlichen Erklärungsversuche auf. Es wäre falsch, nun die ganze Geschichte anzuzweifeln. Vielleicht sollte jeder Christ Gott zutrauen, dass er als der Schöpfer der »Naturgesetze« diese auch jederzeit aufheben kann. So »erklären« sich alle Wunder in der Bibel.
Diese unheimliche Finsternis, während Jesus, der Sohn Gottes, zwischen Himmel und Erde am Kreuz hing, lässt uns ein klein wenig ahnen, welche Bedeutung dieser Kampf hatte, der dort ausgetragen wurde. Es war der Kampf des Lichts gegen die Finsternis, der Kampf des Lebens gegen den Tod, der Kampf des Himmels gegen die Hölle. Hier erduldete der Herr Jesus die Gottverlassenheit, die wir ohne sein Leiden und Sterben in alle Ewigkeit hätten erleiden müssen.

Günter Seibert

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Denken Sie von Gott immer größer und größer und größer …
Bibellese
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