Dienstag, 14. November 2000

Leitvers

Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank!
Johannes 11,3

Gott, warum?

Gott, warum?

Der zögernde Blick auf das Röntgenbild und das Stirnrunzeln des Arztes verrät es: »Ernsthaft krank!« Tausend Gedanken schwirren in diesem Moment durch die fiebergeschwächten Sinne. »Was jetzt?« »Ich bin doch noch so jung.« »Werde ich wieder gesund?« »Werde ich je wieder meinen Beruf ausüben können?« Auf den inneren Aufschrei folgt bei vielen eine tiefe Niedergeschlagenheit: »Gott, warum?« Vorwürfe, Furcht, Angst und Traurigkeit quälen uns. Mit einem Strich sind schließlich alle Zukunftspläne in Frage gestellt.
Jetzt gilt, sich ganz besonders an Gottes herzliches Erbarmen und an seine nie endende Liebe zu klammern. Nicht selten hört man die klagenden Worte des Kranken: »Jetzt muss ich büßen, was ich getan habe. Gott hört wegen der Verfehlungen in meinem Leben nicht auf mein Flehen, wenn ich bete.« Das steht fest: Wer seine Sünde und Schuld Jesus Christus bekennt, dem wird vergeben! Und wenn Gott nicht mehr an unsere Schuld denkt, dann brauchen wir’s auch nicht (Jeremia 31,34). Das gilt jedem, ohne Ausnahme! Nein, Gott lässt keinen umkommen! Die zu ihm rufen, die hört er. Gott kennt keine nach rückwärts gewandten Strafen, wenn er vergeben hat.
Natürlich gebraucht Gott auch die Krankheitstage, um uns darauf aufmerksam zu machen, dass es letztlich um ewige Dinge geht. Er will uns zeigen, wie klein unser Vertrauen auf ihn und wie groß unsere Hoffnung auf irdisches Glück sind. Schade jedoch, wenn wir selbst in Krankheitstagen kein Ohr für Gott haben und der Fernseher am Bett und die Illustrierte auf dem Nachttisch unser Denken besetzen.

Manfred Paul


Frage
Wie ordne ich Krankheitstage ein?
Tipp
Was hat Vorfahrt: Illustrierte, Fernseher oder die Bibel?
Bibellese
2. Korinther 13,1-4

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