Dienstag, 14. November 2006

Leitvers

Ihr ginget in der Irre wie Schafe,
aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten
und Aufseher eurer Seelen.

1. Petrus 2,25

Der Traum vom autonomen Leben

Der Traum vom autonomen Leben

Eine Arbeitskollegin nimmt mich morgens in ihrem Auto mit zum Arbeitsplatz. Wir unterhalten uns über dies und das. Im Gespräch drückt sie aus, dass ihr Auto für sie Unabhängigkeit und Freiheit bedeutet.
Oftmals habe ich über diese Aussage nachgedacht. Besonders dann, wenn ich mit dem Auto im Stau stand oder bei den hoffnungslos überfüllten Straßen in der Stadt.
Nicht nur beim Autofahren, sondern auch in anderen Lebensbereichen verhält es sich ähnlich. Unabhängigkeit ist nur in gewissen Grenzen möglich. Tatsächlich geben der Wohlstand und unsere technisierte Welt uns viele Möglichkeiten, das tolle Gefühl von Unabhängigkeit zu erleben. Es wird uns aber immer wieder klar, dass unsere Freiheit relativ ist. Sie hängt davon ab, ob wir genug Geld haben und uns einen gewissen Luxus leisten können oder ob wir zumindest Nahrung, Kleidung, Wohnung, Arbeit … haben. Und all das hilft noch gar nichts, wenn wir krank sind und Schmerzen leiden. Dann merken wir schnell, wie wenig unabhängig wir sind.
Christen glauben, dass Gott der Schöpfer aller Dinge ist. Sie danken ihm für alles Gut, alle Freiheiten, wissen aber auch, dass er von seinen denkenden Geschöpfen Ehrfurcht vor seinem Willen fordert.
Daran haben es die Menschen in ihrer Selbstherrlichkeit fehlen lassen. Das kann nicht gut ausgehen. Aber noch heute ruft uns Gott zurück in die Stellung, die wir gegen ihn einnehmen müssen, wenn es uns hier und in Ewigkeit gut gehen soll.

Manfred Herbst


Frage
Wie begründen Sie Ihre Freiheiten?
Tipp
Sich von Gott abhängig wissen, macht uns von allem anderen unabhängig.
Bibellese
Offenbarung 19,1-10

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