Montag, 13. November 2006

Leitvers

Ja, Wind säen Sie, und Sturm ernten sie. –
Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten.

Hosea 8,7 ; Sprüche 22,8

Geschichte

Schreckensnächte über Deutschland

Die vier Motoren des Flugzeuges dröhnen monoton vor sich hin. Die Besatzung an Bord ist bis in die Haarspitzen angespannt. Gleich werden sich endlich die Klappen der Bombenschächte öffnen und die unheilvolle Ladung wird abgeworfen werden, wie bei den anderen Hunderten von Flugzeugen in der gigantischen Formation. Die Sicht in der Dunkelheit ist schlecht und die Lichtkegel der Suchscheinwerfer der Flugabwehrkanonen durchkreuzen den Himmel. Neben dem einsetzenden Grollen des Bombenhagels zerreißen die Granaten der Flugabwehrgeschosse den Himmel. Eine »ganz normale« Kriegsnacht im Ruhrgebiet, in der wieder viele Menschen ihr Leben lassen werden. Erbittert wird um die Zerstörung der angeblich kriegswichtigen Industrieanlagen im Ruhrgebiet gekämpft.
Im Bombenkrieg des Zweiten Weltkriegs gegen Deutschland sind mehr als 600.000 Deutsche umgekommen, darunter 80.000 Kinder. 1,35 Mio Tonnen Bomben zerstörten außerdem 3,6 Mio Wohnungen. 7,5 Mio Menschen wurden obdachlos. Das Trauma der mörderischen Angriffe hat ganze Generationen bis heute geprägt. Eine schreckliche Bilanz. Und dabei wurde das eigentliche Ziel, Deutschlands Rüstungsindustrie zu lähmen und die Moral der Bevölkerung zu brechen, nicht einmal erreicht. Mit dem Bombenterror kam aber das auf Deutschland zurück, was die Nazis vielfältig fast überall in Europa und darüber hinaus entfacht hatten: Mord, Terror und Vernichtungskriege.
Was »im Großen« gilt, trifft auch »im Kleinen« zu. Wir müssen damit rechnen, die Früchte unserer Taten selbst zu ernten. Es ist daher besser, Gutes zu säen statt Böses, und Gott kann unser Herz verändern, damit es auch wirklich auf das Gute ausgerichtet wird.

Volker Koenig


Frage
Hatten Sie auch schon einmal das Gefühl zu ernten, was Sie vorher gesät haben?
Tipp
Die Umkehr zu Gott ist die Voraussetzung für die Herrschaft des Guten.
Bibellese
Offenbarung 18,1-24

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