Freitag, 14. November 2014

Leitvers
Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.

Matthäus 11,28

Lange verdrängt

Lange verdrängt

Bei einer Feier saß ich mit einem Pfarrer zusammen. Wir sprachen auch über den letzten Weltkrieg. Bei dieser Gelegenheit berichtete er mir, dass er gerade in letzter Zeit besonders von älteren Menschen aufgesucht werde, die diesen Krieg noch bewusst miterlebt haben. Obwohl seit ihren Kriegserlebnissen fast 70 Jahre vergangen sind, treiben sie immer noch die Bilder um, die sie seitdem im Kopf haben. Sie müssen einfach mit jemandem darüber reden, obwohl eine so lange Zeit dazwischenliegt. Ganz besonders drängend ist dieser Wunsch, wenn mit den Erinnerungen an den Krieg auch Erinnerungen an eigene Schuld verbunden sind. Viele der Hilfesuchenden haben als Soldaten oder auf der Flucht anderen Gewalt angetan. Nach dem Krieg haben diese Menschen Familien gegründet und ein normales Leben gelebt. Die Jahre vergingen. Aber die alte Schuld lässt sich offenbar auch nach so langer Zeit nicht verdrängen. Je näher das Lebensende rückt, desto drückender wird diese Last.
Das ist eine beklemmende Realität: Für seine Schuld braucht jeder Mensch eine Lösung. Er kann sie nicht auf Dauer ignorieren. Sie bricht irgendwann unweigerlich hervor. Sie belastet das eigene Leben bis zur Unerträglichkeit. Doch daneben gibt es eine größere, heilsame Realität: Es gibt die Möglichkeit der Vergebung. Die Zentnerlast des eigenen Versagens kann ich bei jemandem abladen, der starke Schultern hat: Jesus Christus. Das Neue Testament ist voll von Menschen, die unter der eigenen Schuldenlast zusammenzubrechen drohten. Gerade ihre Gesellschaft hat der Sohn Gottes gesucht, weil er ihre Not sah. Er hat herzliches Erbarmen für Menschen, die mit sich selbst nicht mehr klar kommen, und schenkt ihnen Frieden.

Markus Majonica

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Frage
Wohin gehen Sie mit verdrängter Schuld?
Tipp
Bereuen Sie die Schuld vor Jesus ? der vergibt!
Bibellese
Hesekiel 16,60-63

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