Montag, 15. Mai 2006

Leitvers

Siehe, ein Erbe vom Herrn sind Söhne,
eine Belohnung die Leibesfrucht.

Psalm 127,2.3

Kinder!

Kinder!

»Es muss wieder eine Selbstverständlichkeit sein, Kinder zu haben«, forderte vor einem Jahr die hessische Familienministerin Silke Lautenschläger. Ein Schrei nach staatlicher Ganztagesbetreuung ging durch die Presse. Die Politiker waren sich einig wie selten.
Kinder bekommen, um sie dann nicht zu haben, sondern dem Staat zu überlassen? Ist das nicht Unsinn? Kinder bekommt man nicht, damit die Wirtschaft Arbeitskräfte hat und der Staat Steuer- und Sozialabgabenzahler erhält! Kinder hat man um ihrer selbst willen. Wer ein Kind hat, braucht Zeit, um sich mit ihm als Mensch und Persönlichkeit zu beschäftigen. Dann wird er mit Freude sehen, wie sich diese Persönlichkeit entwickelt, und er wird regen Anteil an allen Bedürfnissen und Kümmernissen des Kindes nehmen. Jeder Vater, jede Mutter wird so zur Schlüsselfigur im Leben der Kinder. Wer will sich diese Rolle bei genauer Überlegung nehmen lassen?
Darf es sein, dass unser Denken so stark auf das wirtschaftliche Vorwärtskommen ausgerichtet ist, dass dies die Hauptsache in unserem Leben ist und Kinder zur netten oder gar lästigen Nebensache geworden sind? Mit Geld lässt sich nicht alles kaufen. Keine liebevollen Beziehungen, kein schönes, bereicherndes Miteinander, kein sinngebendes, beratendes Begleiten von Kindern, wenn sie größer werden. Stellen wir doch die Dinge vom Kopf wieder auf die Füße! Das Wichtigste ist nicht die Karriere, sondern die Familie. Dazu müsste der Mutter allerdings die Stelle eingeräumt werden, die ihr zukommt. Wohlerzogene Kinder mit gefestigten Moralvorstellungen und christlich geprägtem Grundvertrauen sind für jedes Volk und seine Wirtschaft das größte Kapital.

Gerhard Kimmich
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Frage
Benötigt auch ihre Lebensplanung eine Überarbeitung?
Tipp
Gottes Wertmaßstäbe lassen niemand dumm aussehen, auch eine Volkswirtschaft nicht.
Bibellese
Jona 1,1-16

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