Donnerstag, 15. Juli 2010

Leitvers

Das alles sah ich ... zur Zeit, da der Mensch über den Menschen Gewalt hat zu seinem Unglück.
Prediger 8,9

Ein dauerndes Auf und Ab

Ein dauerndes Auf und Ab

Gewaltig hatte sich der Deutsche Ritterorden im 13. und 14. Jahrhundert in den baltischen Ländern ausgebreitet; von Danzig über Riga bis nach Estland reichte seine Macht. Zusammen mit der Hanse beherrschte er den gesamten Ostseeraum. Mit harter Hand regierten die Ordensritter ihr Land, unterdrückten nicht nur die baltische Urbevölkerung, sondern auch das ins Land gerufene deutsche Bürgertum, was mancherlei Unzufriedenheit hervorrief.
Unzufrieden waren aber auch die Herrscher des inzwischen entstandenen Großreiches Polen-Litauen, die sich von der Ostsee abgeschnitten sahen, während der Ordensstaat sich von ihnen bedroht fühlte. Und wie so oft in der Weltgeschichte meinte man, mit einem Krieg das Problem lösen zu können. Die Entscheidungsschlacht bei Tannenberg in Ostpreußen am 15. Juli 1410, heute vor 600 Jahren, wurde aber zu einer Katastrophe für den Ordensstaat und der Anfang von seinem Ende. 115 Jahre später war die einstige Großmacht nur noch ein kleines Herzogtum und ging schließlich im Preußen der Hohenzollern auf.
So besteht die Weltgeschichte aus einem dauernden Auf und Ab, meistens nicht ohne gewaltsame Auseinandersetzungen mit viel Not für die beherrschten Menschen. Stets hoffen sie auf bessere Zeiten, die aber nicht eintreten, und so leidet der Mensch an denen, die die Macht über ihn haben. Allein Gott ist der ewig Gleichbleibende, der den Menschen liebt und einmal mit Jesus Christus ein Friedensreich errichten wird, und schon heute dürfen wir im Vertrauen auf unseren Erlöser Jesus Christus den Frieden Gottes im Herzen haben und dem Auf und Ab der Politik mit Gelassenheit begegnen.

Gerhard Jordy


Frage
Hoffen Sie auch immer noch auf bessere Zeiten?
Tipp
Mit der Bibel kann man getrost der harten Wirklichkeit ins Auge sehen.
Bibellese
Hiob 34,10-30

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