Dienstag, 15. November 2005

Leitvers

Dieser mein Sohn … war verloren und ist gefunden worden.
Lukas 15,24

Zukunft

Wieder zu Hause

Ich ging noch nicht zur Schule. Aber das Hinweisschild »Zoo« hatte ich erkannt. Ich drängte mich zielstrebig an allen Leuten vorbei. Dass ich dabei meine Eltern verloren hatte, war mir erst bewusst, als ich an der Kasse stand und nicht bezahlen konnte. Jetzt ging die Suche los. Freundliche Leute schnappten mich auf und brachten mich zur Polizeistation. Heulend nannte ich meinen Namen und erzählte mein Vorhaben. – Und meine Eltern? Sie hatten inzwischen den ganzen Zoo durchlaufen und nach mir gesucht. Als wir uns am späten Nachmittag dann schließlich fanden, war die Freude groß. Keine Vorwürfe, stattdessen Freudentränen. Der verlorene Sohn war wieder gefunden.
»Adam, wo bist du?«, war der traurige und liebevolle Ruf Gottes nach dem in Sünde geratenen Menschen im Paradies. Seitdem sucht und ruft Gott nach seinen heimatlosen Geschöpfen. Er weiß um die Aussichtslosigkeit unserer Lage. Uns ist sie vielleicht nicht bewusst. Wir leben vergnügt und empfinden unsere Verlorenheit nicht. Gott aber weiß um unsere Sehnsucht nach Glück und Geborgenheit. Er weiß, wie schaurig und furchtbar die hereinbrechende Nacht des Lebens sein wird, wenn es in unserer letzten Stunde nicht nach Hause geht. Deshalb sandte er seinen Sohn. Er kam, um uns die Rückkehr ins Vaterhaus zu ermöglichen. Er gab alles dafür hin. Sein Leben setzte er ein. Er stieg an unserer Stelle hinab in den Abgrund der Hölle, um uns diese ewigen Qualen zu ersparen. Nun ist der Weg in die Arme Gottes frei. Wir dürfen kommen, so wie wir sind. Es gibt nichts Schöneres in diesem Leben, als nach Hause zu kommen. Gott sei Dank! Ich durfte kommen. Siegfried Lambeck
Frage
Und Sie?
Tipp
Der Vater wartet!
Bibellese
Hesekiel 37,15-28

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