Mittwoch, 15. Dezember 2027

Leitvers

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!
Psalm 103,2

Jesus Christus

Dankbarkeit oder Gleichgültigkeit?

Von dem Missionar J. Alexander Clark erzählt man sich folgende Geschichte:

Clark sah, wie ein Mann von einem Löwen angegriffen wurde. Er rettete dem Mann das Leben, indem er das Tier tötete, den Verletzten ins Krankenhaus brachte und pflegte, bis er wieder gesund genug war, um zu seinem Stamm zurückzukehren. Einige Monate später saß Clark auf der Veranda, als er plötzlich großen Lärm hörte. Eine Menschenmenge näherte sich, begleitet von vielen Tieren. Angeführt wurde der Zug von dem Mann, den er gerettet hatte. Als dieser bei Clark ankam, warf er sich vor ihm nieder und erklärte: Nach dem Gesetz seines Stammes gehört ein Mensch, der vor einem wilden Tier gerettet wurde, nicht mehr sich selbst, sondern seinem Retter. Deshalb übergab er Clark alles, was er besaß - seine Tiere, seinen Besitz, seine Diener, ja, sogar seine Familie. Doch hinter dieser Geste stand kein Zwang, sondern ein tiefes Gefühl: Es war Ausdruck aufrichtiger und grenzenloser Dankbarkeit.

Der Mann in dieser Geschichte reagierte dankbar und nicht etwa gleichgültig auf seine Rettung. Dabei stellt sich die Frage: Wie reagiere ich auf die Rettung, die mir Gott anbietet? Habe ich verstanden, was Jesus Christus am Kreuz für mich getan hat? Dass er aus dem Himmel auf diese sündige Welt gekommen ist und sein Leben für mich gegeben hat? Vielleicht denken Sie jetzt: »Dankbarkeit empfinde ich eigentlich nicht wirklich, aber gleichgültig ist es mir auch nicht.« Aber wenn nicht gleichgültig, was dann?

Das einmalige Opfer von Jesus fordert eine Antwort unsererseits. Es steht die Frage im Raum: Wenn dieser Jesus alles für mich gegeben und mich vor dem ewigen Tod errettet hat, sollte ich ihm dann nicht aus Dankbarkeit mein ganzes Leben geben?


Gabriel Herbert
Frage

Was macht es mit ihnen, wenn Sie über die Tat von Jesus nachdenken?

Tipp

Wenn wir die Tat am Kreuz vollständig verstehen würden, dann wäre für uns jeder Dank zu wenig.

Bibellese
Lukas 17,11-19

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