
Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Atem des Allmächtigen belebt mich.
Hiob 33,4

Draußen wurde nasse Wäsche auf der Leine aufgehängt: Geschirrtücher, Shorts, ein Sweatshirt und so weiter. Nun bewegt sie der Wind und macht sie bereit für den nächsten Einsatz. Man sieht den Wind nicht, aber man sieht genau, was er bewirkt.
Über das biblische Pfingstereignis lesen wir: »Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher … Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt« (Apostelgeschichte 2,2 und 4). Gottes Geist erfüllte damals die zwölf engsten Freunde und Nachfolger von Jesus und machte sie bereit für ihren Einsatz. Sie fingen an zu verstehen, was Jesus sie drei Jahre lang gelehrt hatte. Aus vormals ängstlichen Männern wurden auf einmal mutige Boten, die die gute Nachricht von Jesus voller Überzeugung und Freude weitergaben. Durch ihren Einsatz fanden viele andere Menschen neuen Lebensmut und einen wirklichen Neuanfang.
Der Heilige Geist wirkt inzwischen seit rund 2000 Jahren. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) beschrieb die Auswirkung von Pfingsten so: »Der Heilige Geist schafft einen neuen Mut, dass der Mensch vor Gott fröhlich wird und Liebe zu ihm gewinnt und den Leuten mit fröhlichem Gemüte dient.«
Pfingsten zeigt: Gott überlässt einen Christen nicht sich selbst und seiner eigenen Kraftlosigkeit. Er schenkt seinen Geist - nicht nur als Gefühl, sondern als reale Hilfe. Wer sich auf Jesus Christus einlässt und ihm sein Leben öffnet, darf erleben, wie der Heilige Geist zu wirken beginnt. Sehnen Sie sich manchmal nach mehr Lebensmut, mehr Freude, mehr Sinn im täglichen Leben? Dann dürfen Sie sich an Gott wenden und ihn um diese unsichtbare Kraft bitten, die dem Leben Auftrieb gibt und auch für Sie als göttliche Zusage bereitsteht.

Was könnte passieren, wenn etwas Größeres als Sie selbst Sie sanft, aber spürbar in Bewegung bringt?

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und beten Sie: »Gott, wenn du da bist, lass mich etwas von deiner lebendigen Kraft spüren!«
