Montag, 16. Juni 2014

Leitvers

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.
Lukas 5,32

Sünde – ein überholter Begriff oder Realität?

Sünde – ein überholter Begriff oder Realität?

Ein Mann ist bisher nie zur Kirche gegangen. An einem Sonntag entschließt er sich doch einmal dazu, einen Gottesdienst zu besuchen. Als er nach Hause kommt, fragt ihn seine Frau: »Worüber hat der Pfarrer gesprochen?« Er antwortet: »Über Sünde.« – »Und was meinte der Pfarrer dazu?«, fragte sie. »Er war dagegen!«
Heute wird das Wort Sünde meist nur für Park­­­»sünder­­­« verwendet, oder wenn eine Person, die abnehmen will, mal wieder zu viel gegessen hat. Ansonsten ist dieser Begriff relativ bedeutungslos geworden.
In der Bibel ist Sünde aber ein wesentlicher Sachverhalt, der die Situation des Menschen beschreibt. Der Begriff bedeutet eigentlich: das Ziel verfehlen. Das heißt, dass der Mensch nicht in dem Zustand lebt, für den er geschaffen wurde.
Man könnte Sünde folgendermaßen erklären: Der Mensch lebt in einem unvollkommenen Zustand. Seine Lebensweise ist falsch und egoistisch, wodurch das Zusammenleben erschwert wird. Das kommt in Gedanken und Taten zum Ausdruck. Sünde ist die willentliche Abkehr von Gottes gutem Willen. Sie ist Misstrauen gegenüber Gott. Sünde ist die Macht in uns, die jede Untat hervorbringen kann. Die Sünde bringt die Menschen dazu, Sklaven ihrer Leidenschaften zu werden. Sie sind nicht mehr frei. Und letztlich ist der Mensch durch die Sünde von Gott getrennt. Schauen wir unsere Welt an, sehen wir, dass dies der Realität entspricht.
Das klingt ziemlich ernüchternd. Ja, das ist es auch. Aber es gibt eine Lösung. Sie heißt »Erlösung«: Jesus Christus kam, um Sünder zu erlösen. Er ruft sie zur Umkehr zu Gott und zur Abkehr von ihrem falschen Lebensstil. Und er starb für sie, um die Strafe für die Sünden für uns zu tragen. Er schenkt Vergebung und einen Neuanfang.

Manfred Herbst


Frage
Wo verfehlen Sie das Ziel, das Gott für Sie hat?
Tipp
Das Problem der Sünde wird durch Jesus Christus gelöst.
Bibellese
Hebräer 7,25-28

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