Freitag, 16. August 2013

Leitvers

Die auf nichtige Götzen achten, verlassen ihre Gnade. Ich aber werde dir opfern mit der Stimme des Lobes.
Jona 2,9-10

Viele versuchen es mit Aberglauben

Viele versuchen es mit Aberglauben

Wenn man über den kleinen Markt in Dserschinsk geht, kriegt man allerlei Gesprächsfetzen mit. Ich schaute mir gerade einige hübsche Tücher an, als eine Verkäuferin von nebenan herübergelaufen kam und »meiner« Marktfrau von ihren Problemen erzählte. Es ging wie fast überall in Russland um den übermäßigen Alkoholgenuss. »Mein Mann trinkt so schrecklich, und wenn er abends nach Hause kommt, dann wird er immer grob zu mir.« »Meine« Marktfrau wusste darauf ein Rezept: »Du musst abends das ›Vaterunser‹ aufsagen und danach mit einem Messer das Bett ringsumher einritzen. Ich habe es gemacht, und seitdem tobt mein Mann nicht mehr, sondern legt sich so betrunken, wie er ist, ins Bett.« Wer weiß, vielleicht hat er ja das Messer in der Hand seiner Frau gesehen.
Trotzdem wollte ich das nicht so stehen lassen und mischte mich ins Gespräch ein. Ich sagte ihr, es helfe nicht, das »Vaterunser« herzusagen. Man müsse Gott seine Sünden bekennen und für den Mann beten. Davon wollte sie aber nichts wissen, sondern hörte lieber weitere Geschichten von Geistern und Gespenstern.
Beim nächsten Marktstand ging es wieder um den Alkohol. Dort riet man zur Scheidung. Ich hatte ein Johannesevangelium bei mir. Das gab ich einer der Frauen und fragte, ob sie nicht lieber mit Gott reden und für ihren Mann beten wollte. Als sie das Heft mit dem Evangelium sah, meinte sie, sie hätte sogar eine ganze Bibel zu Hause; aber sie dürfe nicht darin lesen, weil sie viel zu sündig sei. Das glaubte nicht nur sie; denn viele nickten zustimmend.
Wie traurig ist es doch, wenn Aberglaube und falsche Lehren die Herzen der Menschen vor der Wahrheit Gottes verschließen.

Anna Schulz
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Frage
Woher beziehen Sie die Lehren, nach denen Sie Ihr Leben ausrichten?
Tipp
Gott will, dass es uns gut geht; aber wir müssen tun, was er sagt.
Bibellese
Apostelgeschichte 17,22-31

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