Montag, 16. November 2009

Leitvers

Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen.
Matthäus 13,14

Bessere Aufklärung!

Bessere Aufklärung!

Was macht man bloß gegen den immer stärker werdenden Rechtsradikalismus? Wie kann man verhindern, dass Schulhöfe jeden Mittag wie eine Müllkippe aussehen? Wer weiß ein Mittel gegen die Zunahme der Zahl noch schulpflichtiger Schwangerer? Warum haben viele Unis Vorsemester eingerichtet, in denen grundlegendes Wissen erworben werden muss, das vor Jahrzehnten noch zum sicheren Bestand der Mittleren Reife gehörte?
Die Antwort lautet fast immer gleich: Die Schule hat versagt. Da hätte die nötige Aufklärung erfolgen sollen. Und nun überschüttet man die sowieso stark beanspruchten Kollegien mit immer neuen Gesetzen, durch die das Versäumte nachgeholt werden soll. Haben die Schüler wirklich nichts davon gehört, dass die Nazis schlimm waren? Dass Papier in den Papierkorb gehört? Dass man nicht leichtfertig der »Bravo« folgen soll und dass man seine Hausaufgaben machen muss?
Genauso geht es mit der Bibel. Sie ist bei Weitem nicht so schwer zu verstehen wie das Kleingedruckte bei Steuererklärungen oder im Erbschaftsrecht - und doch heißt es immerzu: Den alten Text verstehe ich nicht. - In der Bibel bedeutet das Wort »gehorchen« wörtlich: »von unten hören«, man stellt sich dann unter das, was gesagt ist. Die oben angeführten Missstände und die zunehmende Gottlosigkeit sind also nicht durch noch mehr Aufklärung, noch mehr Predigen zu beheben, sondern dadurch, dass die Hörenden sich nicht über den jeweiligen Befehl, sondern darunter stellen, indem sie gehorsam werden.

Hermann Grabe
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Welchen Vorschlag haben Sie, dass es wieder besser wird?
Tipp
Es geht nicht ohne den Willen zur Änderung.
Bibellese
Jesaja 48,17-19

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