Donnerstag, 17. Januar 2002

Leitvers

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben
und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde,
segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen …

Matthäus 5,43-44

Deutschland den Deutschen?

Deutschland den Deutschen?

Neonazis, Skinheads, Ausländerhass, das beschäftigt uns von Tag zu Tag mehr. Da wird ein Mensch irgendwo durch die Straßen gejagt, verprügelt oder tot geschlagen. Er hat eine andere Hautfarbe oder kam als Asylant oder Flüchtling nach Deutschland. Die »Fremden« werden für alles Schlechte in unserem Land verantwortlich gemacht, Diebstahl, organisiertes Verbrechen, Bandenkriminalität. Alle werden in eine Schublade gesteckt. Das wird erst anders, wenn wir den obigen Bibelvers beherzigen können.
Da hatte ich einige Kinder in der Kinderstunde, Kosovaren, die auffällig waren. Besonders ein 11-jähriger Junge tat sich hervor. Er konnte keine Sekunde still sitzen und störte wo er konnte. Auf eine freundliche Ermahnung meinerseits kam eine obszöne Geste. Am liebsten hätte ich ihn hinausgeworfen. Aber wie sollte er dann von Jesus erfahren? Nach der Stunde erfuhr ich etwas von seinem Hintergrund. Vor seinen Augen ermordeten Serben seinen Großvater. Er erlebte mit, wie sein Vater sich rächte und mit einer Armbrust zwei Serben erschoss. Dann die Flucht nach Deutschland und das Leben in der Fremde hier mit einer anderen Sprache, einer anderen Kultur. Kann man sich das Trauma dieser Kinder vorstellen? Ich konnte! Die nächsten Kinderstunden verliefen ruhiger. Die Kinder akzeptierten mich und bemühten sich, nicht auffällig zu sein. Ich habe lernen dürfen, dass man nicht vorschnell urteilen soll. Auch wenn es uns schwer fällt, Gottes Wort sagt uns: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.«
Gott selbst hat uns seine Liebe bewiesen, indem er seinen Sohn für uns gab. Sollte es uns dann so schwer fallen, den Nächsten wenigstens anzunehmen?

Joschi Frühstück
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Frage
Wie sehen wir die Menschen aus anderen Kulturkreisen?
Tipp
Versuchen Sie den anderen mit Gottes Augen zu sehen!
Bibellese
Matthäus 5,38-48

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