Samstag, 17. Juli 2027 (Tag der Gerechtigkeit)

Leitvers

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,13-14

Gesellschaft und Zusammenleben

Auslieferung

Wenn jemand in Deutschland eine Straftat begeht, dann wird er im Bundesgebiet (jedenfalls grundsätzlich) strafrechtlich verfolgt. Natürlich kann der Straftäter auf die Idee kommen, das Land zu verlassen, um sich der Strafverfolgung zu entziehen. Das hilft ihm aber in der Regel wenig. Denn mit sehr vielen Ländern hat Deutschland ein Abkommen, das die Auslieferung regelt. Wird der Beschuldigte dort gefasst, dann wird er ordnungsgemäß nach Deutschland überstellt und hier zur Rechenschaft gezogen. Allerdings gibt es auch Länder, mit denen Deutschland kein solches Abkommen hat. Schafft es der Verdächtige dorthin, so ist er vor der Auslieferung nach Deutschland sicher.

Was hat das mit der Bibel zu tun? Nun, der Tagesvers spricht auch davon, dass Menschen durch Gottes Wirken aus einem Machtbereich (dem der Finsternis) heraus in einen anderen Machtbereich (den des geliebten Sohnes Gottes) versetzt wurden. Dieser Wechsel der Machtbereiche ist unumkehrbar. Wer sich Gottes Gnade anvertraut und es dadurch in den Machtbereich seines Sohnes schafft, ist ewig sicher. Der Teufel, der Ankläger der Menschen, hat dann keinen Zugriff mehr. Zwischen diesen beiden Machtbereichen gibt es kein Auslieferungsabkommen.

Aber wäre das nicht ein billiger Ausweg für böse Menschen? Sich der gerechten Strafe einfach durch Flucht zu entziehen? Genau hier endet die Parallele: Das Reich Gottes ist nämlich kein Paradies für Straftäter, sondern die Heimat für Sünder, die ihre Lebensschuld ehrlich bereuen und sie Gott bekennen. Für solche hat Jesus durch seinen Tod bereits die Höchststrafe erduldet und damit ihre Lebensschuld beglichen. Also ist jedem Auslieferungsersuchen der Boden entzogen.


Markus Majonica
Frage
In wessen Machtbereich halten Sie sich auf?
Tipp
Wenn eine Schuld beglichen ist, kann niemand sie mehr fordern.
Bibellese
Johannes 18,1-8

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