Montag, 18. Januar 2016

Leitvers
Lehre mich, HERR, den Weg deiner Satzungen, und ich will ihn bewahren bis ans Ende.

Psalm 119,33

Lehre mich!

Lehre mich!

Kennen Sie das unangenehme Gefühl, belehrt zu werden? Es tritt auf, wenn jemand etwas besser weiß als wir und uns sein Wissen mit herablassender, oberlehrerhafte Stimme überstülpt. In so einer Situation fühlen wir uns plötzlich wieder wie ein Kleinkind, das sich von einem Erwachsenen die Welt erklären lassen muss. Da flammt sofort Abwehr in uns auf – weil sich unser alter Stolz angegriffen fühlt.
Aber auch, wenn jemand uns etwas sachlich erklärt und wir eigentlich etwas lernen könnten, macht sich dieses Gefühl dann und wann bemerkbar. Warum? Ich glaube, dass es uns grundsätzlich missfällt, wenn wir etwas nicht wissen. Wir möchten uns gern überall auskennen. Gerade in unseren Zeiten, wo man doch alles googeln kann und wo Internetseiten wie Wikipedia auf alles eine Antwort haben, wollen wir nicht so dastehen, als hätten wir von irgendetwas keine Ahnung. Können Sie es sich da vorstellen, zu jemandem »Lehre mich!« zu sagen? Wie kommt ein erwachsener Mann wie der Schreiber unseres Tagesverses dazu, so etwas zu sagen? Stellt er sich damit nicht ein Armutszeugnis aus? Ich denke, dieser Mann hat erkannt, dass es Dinge gibt, die höher sind als sein Verstand. Und er hat verstanden, dass es keine Schande ist, sich belehren zu lassen.
Erst wenn wir eingestehen, dass wir nicht alles wissen, können wir auch als Erwachsene noch etwas lernen. Und der beste aller Lehrer ist Gott. Denn er meint es wirklich gut mit uns, und seine Belehrungen kommen zwar »von oben«, aber nie »von oben herab«. Wenn wir uns darauf einlassen, in der Bibel, also in Gottes Wort, zu lesen, werden wir staunen, wie viel wir noch lernen können und mit wie viel Liebe Gott uns belehrt.

Anne Paschke

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Frage
Wo haben Sie in letzter Zeit eine Belehrung dankbar annehmen können?
Tipp
Trauen Sie sich, zu Gott zu sagen: »Lehre mich!«
Bibellese
Psalm 119,33-40

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