
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
1. Johannes 1,9

Jemand hatte gehört, ein Bekannter hätte die Langerhans-Inseln gründlich erforscht. Darum nahm er sich seinen Atlas vor, um zu sehen, wo diese Inseln liegen. Er fand sie aber nicht, nicht einmal bei Google Earth. Im Pschyrembel, dem medizinischen Wörterbuch, wäre er allerdings fündig geworden. Denn dort kann man lesen, dass diese Inseln kleine Zellgruppen in der Bauchspeicheldrüse bezeichnen.
Kenne ich das nicht auch? Bei den Schwierigkeiten meines Lebens suche ich vielleicht an den falschen Stellen nach Ursachen. Z. B. laufen mir die eigenen Kinder aus der Spur - doch die Schuld gebe ich gern der Schulleitung oder den digitalen Medien. Dass ich andauernd Streit mit meinem Ehepartner habe, liegt natürlich an dessen ewiger Rechthaberei; und dass mein Arbeitskollege vom Chef regelmäßig begünstigt wird, hat er ausschließlich seiner »Schleimerei« zu verdanken. Bei solchen Überlegungen verwehre ich mich häufig einer objektiven Wahrheit. Wohl auch deshalb, weil diese sehr viel Unangenehmes ans Licht bringen könnte, was ich mir nicht eingestehen möchte.
Wenn wir aber tatsächlich Hilfe und Fortschritt erfahren wollen, braucht es Ehrlichkeit. Das ist die Voraussetzung, die Gott zur Vergebung unserer Sünden nennt (siehe Tagesvers). Selbstverständlich fallen uns Schuldeingeständnisse sehr schwer; aber wenn wir dadurch Frieden mit Menschen und vor allem mit dem allmächtigen Gott bekommen, dann sind sie das Allerbeste, was uns geschehen kann! Dann will uns Gott auch helfen, alte Schäden zu beseitigen oder deren Folgen in Geduld zu ertragen, weil uns das Himmelreich dann sicher ist. Er bietet uns ehrliche Beziehungen zu unseren Mitmenschen und zu ihm selbst an.

Würden Sie Hustensaft einnehmen, wenn Ihr Blinddarm entzündet ist?

Gott kennt uns viel besser als wir uns selbst!
