
Mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten. Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.
Jesaja 43,24-25

Ein hektischer Morgen. Unsere Kinder suchen im Kleiderschrank vergeblich nach ihren Lieblingskleidungsstücken. Scheinbar gibt es keine weiteren Klamotten, die man tragen könnte, denn sie stürzen zu den ordentlich aufgestellten Frischwäschekörben und wühlen hastig in der noch ungefalteten und ungebügelten Wäsche herum. Als sie bereits auf dem Schulweg sind, entdecke ich das Chaos: Neben ausgekippten Wäschekörben verteilt sich die unsortierte Frischwäsche im halben Zimmer. Freude über die Selbstständigkeit unserer Kinder? Oh nein, eher Frust über die hinterlassene Unordnung und die unnötige Mühe! So ein Mist, denke ich, als ob ich nicht schon genug zu tun hätte!
Im nächsten Moment halte ich inne; mir fällt der obige Tagesvers ein. Gott sagt, dass wir ihm auch Mühe gemacht haben. Aber nicht, indem wir nur ein wenig in der frischen Wäsche gestöbert haben. Wir haben ihm Arbeit und Mühe mit unserer Schuld gemacht. Diese Schuld ist real, so wie das Chaos in der Wäsche. Wenn das wieder in Ordnung kommen soll, muss es jemand in Ordnung bringen. Aber im Gegensatz zu ausgekippten Wäschekörben ist das mit unserer Schuld und Sünde nicht so einfach. Und: Warum sollte sich Gott um unsere Schuld kümmern? Dafür ist er doch nicht verantwortlich.
Der zitierte Bibelvers gibt die Antwort: Gott tilgt unsere Übertretungen um seinetwillen. Um seinetwillen? Daran bleibe ich hängen. Er vergibt uns, weil er vergeben will. Er tilgt unsere Schuld, indem er die dafür verdiente Strafe an seinem Sohn Jesus vollzieht, weil er es will, aus Liebe zu einer sonst verlorenen Menschheit, die in ihrem selbst verursachten Chaos versinkt. Wer zu ihm kommt, dessen Lebenschaos bringt er in Ordnung. Er vergibt und vergisst unsere Übertretungen.

Wer oder was verschafft Ihnen (unnötige) Arbeit? Wo sind Sie womöglich die Ursache?

Für Gott ist kein Chaos zu groß - wir dürfen ihm vollständig vertrauen.
