Donnerstag, 18. März 2021

Leitvers

Wenn aber ein Gottloser von seiner Gottlosigkeit, die er begangen hat, umkehrt und Recht und Gerechtigkeit übt: er wird seine Seele am Leben erhalten.
Hesekiel 18,27

Umkehr von verkehrten Wegen

Umkehr von verkehrten Wegen

Vor einem Jahr äußerte sich Joachim Löw zur Corona-Pandemie und der damit verbundenen Entscheidung, die Fußball-Europameisterschaft um ein Jahr zu verschieben. Mit nachdenklichem Blick sagte der Bundestrainer: »Der Mensch denkt immer, dass er alles weiß und alles kann. Das Tempo, das wir die letzten Jahre vorgegeben haben, das war nicht mehr zu toppen.« Dann sprach er davon, dass Macht, Gier, Profit und immer noch bessere Resultate im Vordergrund standen und schloss mit dem Aufruf: »Wir müssen uns hinterfragen!«
Der Ausnahmezustand, den das Corona-Virus verursacht hat, brachte - so wie Löw - manch einen dazu, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen. Zu Hause in Quarantäne hatten viele plötzlich auch die Zeit dazu. Doch eine Einsicht alleine nützt noch nicht viel. Ohne die Umkehr von Gier und anderen falschen Wegen, die Gott nicht gefallen und die seinen Zorn hervorrufen, wird sich wenig ändern.
Seinem Volk Israel ließ Gott zur Zeit von König Salomo mitteilen: »Wenn ich den Himmel verschließe und kein Regen fällt oder wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land abzufressen, und wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen« (2. Chronik 7,13-14).
Von Zeit zu Zeit lässt Gott Krisen zu, damit die Menschen erkennen, dass sie in ihrer Erdverbundenheit das Wichtigste vergessen haben: ihren Schöpfer und Erhalter. Wenn ein Unglück bewirkt, dass ein Mensch von seinem Irrweg umkehrt, und sein Leben von da an mit Gott führt, dann hat für ihn die Krise einen entscheidenden Vorteil gehabt.

Markus Wäsch


Frage
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Tipp
Ganz selten sind die Dinge so, wie sie erscheinen.
Bibellese
Habakuk 3,1-7.18-19

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