
Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.
Johannes 18,37

Am Tag darauf, am 18. April 1521, musste Luther erneut vor den Kaiser treten. Nun galt es, Farbe zu bekennen. Nach einem Wortwechsel mit beiderseitig längeren Ausführungen kam es zur abschließenden Frage von Johann von Eck, ob Luther nun widerrufen wolle oder nicht. Darauf antwortete Luther mit seinen berühmten Worten: »… wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde, … so bin ich durch die Stellen der Heiligen Schrift, die ich angeführt habe, überwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist. Gott helfe mir, Amen!« Diese Berufung auf die Bibel und das individuelle Gewissen stellt das Schlüsselereignis der Reformation dar. Dagegen konnte sich der Kaiser nicht durchsetzen.
Im Verhör vor den Obersten der Juden und vor Pilatus bekannte auch Jesus Farbe. Er gab der Wahrheit Zeugnis, nämlich der Wahrheit über sich selbst: Er war der Christus, der Sohn des Hochgelobten - mit dem legitimen Anspruch auf Macht und Herrschaft in göttlicher Vollmacht (Markus 14,61-62). Das war mehr, als jemals ein Mensch von sich behauptet hatte. Aber es entsprach der Wahrheit.
Doch wie ging man nun mit ihm um? Man brachte Jesus, den Unschuldigen, ans Kreuz, wo er für unsere Sünde und Schuld starb. Er erhielt kein freies Geleit wie Luther, sondern wurde grausam zu Tode gebracht. Doch sogar das konnte Gottes Plan nicht verhindern, im Gegenteil: Es folgte seine Auferstehung, die zusammen mit Jesu Tod die Grundlage für einen Neubeginn unseres Lebens darstellt - wenn wir uns ihm übergeben und ihm nachfolgen. Jesus tat alles, was bis heute für uns Menschen zur Rettung dient.

Schauen Sie der Wahrheit ins Gesicht, oder verweigern Sie sich ihr?

Es geht in Wahrheit um Ihr Leben. Das können Sie nur mit Jesus gewinnen.
