Montag, 18. Oktober 2027

Leitvers

Nichts auf dieser Welt ist so hinterhältig und verschlagen wie das Herz des Menschen. Wer kann es durchschauen?
Jeremia 17,9

Medien

Alles nur Fassade?

Instagram, WhatsApp, Tiktok - Einfluss und Stellenwert der sozialen Medien in unserer Gesellschaft sind enorm. Sie sind längst nicht mehr nur ein Netzwerk für Freundschaften. Nein, in vielen Fällen dienen sie auch dazu, das eigene Leben mittels möglichst perfekter Fotos zu präsentieren. Da ist das makellose Lächeln vor einer exotischen Kulisse, das scheinbar perfekte Abendessen mit dem Ehemann, die erarbeitete Master-Urkunde, die harmonischen Familienfotos …

Trotzdem wissen wir: Nobody’s perfect. Auch der beste »Status« kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass unser Leben nicht nur aus glanzvollen Erfolgserlebnissen besteht. Vielmehr offenbaren wir - ob nun bewusst oder nicht - mittels der perfektionierten Darstellung die Untiefen unseres Herzens, von denen schon der Prophet Jeremia schreibt (siehe Bibelvers): Hinter der sorgsam gepflegten Fassade lauert oft Geltungsdrang statt Fröhlichkeit, der auf einer großen Verunsicherung beruht. Hinter manchem netten Kommentar kann sich unausgesprochener Neid verbergen.

Doch obwohl unsere Lebenswirklichkeit nicht perfekt ist wie auf den Hochglanzfotos in den sozialen Medien, wendet sich Gott uns Menschen zu. Er möchte gerade unser »hinterhältiges und verschlagenes« Herz heilen. Dafür kam Jesus Christus. Am Kreuz nahm er all das Hinterhältige, Verschlagene und Unheilbare auf sich. Durch seinen Tod und seine Auferstehung schuf er die Voraussetzung für die einzig mögliche Heilung: eine radikale Vergebung unserer Schuld.

Gott bietet uns keine oberflächliche Kosmetik, sondern eine tiefgreifende Neuschöpfung an. Er lädt uns ein, unsere mühsame Selbstinszenierung fallen zu lassen und ihm unser wahres, gebrochenes Herz hinzuhalten - damit er es mit seiner mächtigen Liebe heilen kann.


Stefan Nietzke
Frage

Wie kompensieren Sie Ihre innere Unsicherheit, und wie erfolgreich sind Sie dabei?

Tipp

Bei Jesus dürfen wir »real« sein - zu jeder Zeit.

Bibellese
Lukas 12,1-9

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