Sonntag, 17. Oktober 2027 (Tag der Beseitigung der Armut)

Leitvers

Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.
Markus 10,25

Wirtschaft und Finanzen

Genug?

Dankbar kuschelte sich der streunende Kater in die mit einer alten Decke ausgelegte Pappschachtel, die ich an einer geschützten Stelle im Garten platziert hatte. Es war eine kalte Nacht, und das verwilderte Tier tat mir leid. Ausgehungert verschlang es das Billigfutter aus dem Discounter, das unsere verwöhnte Hauskatze mit hochgezogener Schnauze verschmäht hätte. Sie erfreute sich derweil an ausgewählten Leckerbissen sowie ihrem Schlafplatz am wärmenden Kamin.

Bei uns Menschen ist es in gewisser Weise ähnlich. Die Schere zwischen Arm und Reich gehört schon immer zu unserer Existenz. Trotz Aktionen wie dem heutigen Gedenktag prallen insbesondere in Großstädten die Gegensätze aufeinander: Neben dem prächtigen Bankgebäude mit feudaler Ausstattung erbetteln sich Obdachlose ihre tägliche Nahrung. Gerecht ist das nicht.

Auch schon zur Zeit von Jesus Christus herrschten solche Unterschiede. Jedoch setzte er nicht alles daran, diese Unterschiede auszumerzen - wohl, weil das auf lange Sicht nicht möglich ist. Stattdessen legte er den Fokus auf Dankbarkeit und Zufriedenheit. Und er stellte die Frage: Wofür investierst du deine Kraft und Energie? Was erfüllt dich wirklich?

Paradoxerweise zeigen oft diejenigen, die viel besitzen, am wenigsten Dankbarkeit. Menschen hingegen, die mit wenig auskommen müssen, sind meist genügsam und dankbar. Sie geben sogar von ihrem geringen Besitz an andere ab. Die Vermögenden sind oft von Geiz und Habgier angetrieben, was auch dem Glauben entgegensteht (siehe Tagesvers).

Doch Jesu Einladung gilt allen: Wir dürfen das, was wir von ihm geschenkt bekommen haben, zu seiner Ehre und für andere Menschen einsetzen. Und unseren Lebenssinn in Gottes Reich suchen, das der einzige unvergängliche »Reichtum« ist.


Daniela Bernhard
Frage

Was braucht es, damit Sie vollkommen zufrieden sind?

Tipp

Wir sollen weder nach Reichtum noch nach Armut streben, sondern nach Zufriedenheit. Die Zutaten dafür sind: Gottesfurcht, Genügsamkeit und Dankbarkeit!

Bibellese
Matthäus 6,19-34

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