
... denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lukas 19,10

Wir waren auf einer Rundreise. Von Trier aus fuhren wir nach Göttingen und besuchten Verwandte. Unser damals dreijähriger Sohn war den ganzen Tag richtig gut drauf. Zum Übernachten fuhren wir noch 50 Kilometer weiter zu meiner Mutter nach Kassel. Doch als meine Frau unseren Sohn ins Bett brachte, konnten wir den Mond nirgends finden. Ohne seinen Halbmond, den schon ziemlich zerfledderten, unansehnlichen Kuschel-Mond mit Spieluhr, war an Einschlafen nicht zu denken.
Nachdem wir über eine Stunde lang alles durchsucht hatten, schwante uns langsam, dass er wohl in Göttingen liegen geblieben war. Ein Anruf brachte Gewissheit. Er lag noch gemütlich auf der Couch in Göttingen. Wir versuchten, unseren Kleinen mit allen möglichen Alternativen zum Einschlafen zu bringen. Aber nichts half, und so fuhr ich die 50 Kilometer nach Göttingen zurück, um den Mond zu holen. Die Fahrt hatte sich gelohnt. Als unser Sohn seinen Mond im Arm hielt und die Melodie der Spieluhr hörte, schlief er nach wenigen Sekunden ein.
Diese Begebenheit lässt mich immer wieder an Gott denken, der niemals ruht, weil wir Menschen ihm so wichtig sind. Egal, wie zerfleddert und unansehnlich das Leben eines Menschen ist. Egal, wie weit ein Mensch von ihm entfernt ist. Gott liebt uns noch viel mehr als unser Sohn den Kuschelmond und gibt uns nicht auf. Deshalb hat Jesus, Gottes Sohn, den weiten Weg zu uns Menschen auf sich genommen. Er verließ den Himmel, um Sie und mich zu suchen und zu retten. Seine Liebe zu uns hat ihn sogar den Tod am Kreuz erleiden lassen, damit wir gerettet werden und Geborgenheit bei ihm finden können. Wer sich von ihm finden lässt, darf in Gottes Armen ruhen und seinen Frieden spüren.

Was würden Sie niemals aufgeben und sogar vom Ende der Welt zurückholen?

Gott möchte Ihnen seinen Frieden schenken.
