Sonntag, 18. Dezember 2016

Leitvers
Kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiß werden; wenn sie rot sind wie Karmesin, wie Wolle sollen sie werden.

Jesaja 1,18

Ich sehe rot

Ich sehe rot

Die Vielfalt der deutschen Sprache lässt mindestens zwei Deutungsmöglichkeiten dieser Aussage zu. Es kann der Anblick eines roten Gegenstands gemeint sein. Aber es ist auch möglich, damit einen Gefühlszustand zu beschreiben. Als meine Frau die Überschrift las, sagte sie nur: »Oh, oh.«
Mit Farben verbinden wir Menschen auch bestimmte Situationen, Verhaltensweisen und Reaktionen. Manche Farben beruhigen, andere regen auf, manche wirken feierlich, andere alltäglich. In der Advents- und Weihnachtszeit spielt die Farbe Rot eine wichtige Rolle. Die meisten Weihnachtskerzen sind rot, ebenso die Schleifen an den Tannenzweigen und viele Kugeln am Weihnachtsbaum.
Die Symbolik der Farbe Rot ist besonders vielfältig. In der Antike war sie die Farbe des Reichtums. In Rom durften sich nur Generäle in Rot kleiden. Später war es die Farbe des Kaisers. Bis heute tragen die Kardinäle als »Fürsten der Kirche« Rot. Doch vor allem ist uns Rot als die Farbe der Liebe, aber auch als die des Blutes bekannt.
Zu Weihnachten erinnert die rote Farbe an die große Liebe Gottes zu den Menschen. Diese Liebe bewog ihn, seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde zu senden. In ihm kam Gott zu uns, in unser Leiden und Sterben. Er kam, um uns aus den Trümmern unseres Lebens zu retten und uns die Vergebung unserer Schuld zuzusprechen. Er kam, um uns die Chance zu geben, die Ewigkeit bei Gott in der himmlischen Herrlichkeit zu verbringen.
In der Bibel steht der wunderschöne Satz: »Gottes Liebe zu uns ist darin sichtbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, um uns in ihm das Leben zu geben« (1. Johannes 4,9).

Gottfried Piepersberg


Frage
Was soll mit den Farben in unserem Tagesvers ausgedrückt werden?
Tipp
Gottes Liebe ist die einzige Hoffnung für Sünder, wie wir es sind.
Bibellese
Jesaja 1,10-20

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