Samstag, 19. April 2003

Leitvers

Darum sollen alle,
die dich (Israel) fressen, gefressen werden.
Denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.

Jeremia 30,16 ; Sacharja 2,12

Kein Unrecht bleibt ungesühnt

Kein Unrecht bleibt ungesühnt

Die Hitler-Regierung hatte nach der Eroberung Polens (1939) zunächst alle Juden, deren sie in diesem Land habhaft werden konnte in Gettos zusammengefasst. Diese Politik änderte sich nach der berüchtigten Wannsee-Konferenz (20.1.1942) schlagartig. Man beschloss, sämtliche Juden wie Ungeziefer auszurotten, und transportierte sie nach und nach aus den Gettos in die ebenfalls in Polen errichteten Vernichtungslager. Auch das große Warschauer Getto war davon betroffen. Nachdem die SS schon ca. 300.000 Männer, Frauen und Kinder in den Tod geschickt hatte, wehrten sich die noch verbliebenen Juden (ca. 60.000) gegen ihren Abtransport. Heute vor 60 Jahren stellten sie sich in einem Verzweiflungskampf der brutalen Räumungsaktion der SS entgegen, um sich nicht wie Schlachtvieh abtransportieren zu lassen. Schlecht bewaffnet, erlagen sie nach 27 Tagen der Übermacht. Wer nicht gefallen oder sofort liquidiert worden war, wurde in die Gaskammern geschickt.
Warum Gott all das Schreckliche zuließ? Wir wissen es nicht, doch müssen wir einsehen, dass Gott nicht für die Bosheit der von ihm abgefallenen Menschheit verantwortlich ist, so gnädig er auch zuweilen Menschen bewahrt. Aber es kommt der Tag, da Gott die Welt richten wird, auch wegen des an seinem Volk Israel begangenen Unrechts. Letztlich wird kein Mensch vor ihm bestehen können, mag seine Schuld nun groß oder nach Menschenmeinung gering sein. Wohl dem, der beizeiten seinen Frieden mit Gott gemacht hat und deshalb nicht in dieses Gericht kommt, weil er an den glaubt, der seine Schuld am Kreuz für ihn gesühnt hat, Jesus Christus!

Gerhard Jordy


Frage
Kennen Sie ein Volk, dem der Judenhass Nutzen gebracht hätte?
Tipp
Gott urteilt nach seinen Maßstäben, nicht nach unseren.
Bibellese
1. Mose 12,1-3

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