Freitag, 19. Juni 2015

Leitvers
Sie versuchten Gott wieder und kränkten den Heiligen Israels. Sie erinnerten sich nicht an seine Hand, an den Tag, als er sie vom Bedränger erlöste.

Psalm 78,41-42

Zu leichtsinnig geworden

Zu leichtsinnig geworden

25 Jahre lang war Dieter Zorn mit seinen Giftschlangen und anderem Getier durch Europa gereist, um sie den Leuten zu zeigen. Wohl jagte er dabei dem Publikum so manchen Schauer über den Rücken, wenn er die giftigen Reptilien einfach kurz hinter dem Kopf ergriff, um deren Giftzähne zeigen zu können. Doch dabei wurde er zu leichtsinnig. Eine Aspisviper bekam Gelegenheit, ihn am 19. Juni 2013 gleich mehrfach zu beißen. Auch der sofort alarmierte Unfallarzt konnte sein Leben nicht mehr retten.
Wir leben alle in einer Welt, in der nicht nur unser Körper, sondern vor allem auch unsere Seele großen Gefahren ausgesetzt ist. Den Körper wissen wir durch Hygiene und ärztliche Kunst vor vielem zu bewahren. Wie ist es aber um unsere Seelenhygiene bestellt? Immer massiver wird den Menschen in Schule und Fernsehen eingeredet, wir brauchten uns nur um das Hier und Jetzt zu kümmern. Der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele sei nichts als Aberglaube und durch die Wissenschaft längst widerlegt. Dementsprechend werden die Leute immer leichtsinniger im Umgang mit all dem, was unsere Vorfahren für Seelengift hielten. Darum ist heute fast jedes Mittel recht, was der Selbstverwirklichung, der Durchsetzungskraft und dem Augenblicksvergnügen dient. Galten früher zumindest theoretisch immer noch die Zehn Gebote als Handlungsmaßstab, so haben sie heute ihre Bedeutung weithin verloren. Man kennt sie kaum noch, oder man sieht in ihnen Hindernisse fürs Vorwärtskommen. Aber wenn das Apothekengesetz abgeschafft wäre und alle Stoffe frei verkäuflich wären, hätten sie darum ihre Gefährlichkeit eingebüßt? Machen wir uns nichts vor! Gift bleibt Gift, auch heute noch.

Hermann Grabe

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Frage
Was ist der moralische Maßstab für Ihr Handeln?
Tipp
Es kommt immer wieder darauf an, wer das letzte Wort hat.
Bibellese
2. Timotheus 4,1-5

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