Donnerstag, 19. Juli 2007

Leitvers
Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Johannes 3,3

Ich tue doch mein Bestes!

Ich tue doch mein Bestes!

Es klingelte. Als ich öffnete, standen Fremde vor der Tür. »Guten Tag, haben Sie schon einmal über das Reich Gottes nachgedacht?« - »In der Tat, das habe ich!« Wir unterhielten uns eine Weile. Schließlich fragte ich: »Sagen Sie es mir, wie kommen Sie ins Reich Gottes?« - »Ich tue mein Bestes«, war die Antwort.
Ich muss daran denken, wie oft ich mein Bestes tue und es trotzdem nicht reicht, zumindest nicht nach Gottes Maßstab. Wie oft merke ich, dass ich mir etwas Gutes vornehme und es dann doch misslingt. Mein Alltag hält mir deutlich den Spiegel vors Gesicht, wie häufig ich daneben trete. Das kann es nicht sein! Gott unser Bestes geben wollen, ist wie das Angebot eines Tauben, Klaviere zu stimmen, oder das eines Blinden, sich als Führer durch den Sumpf anzubieten, um dann nach dem Misslingen zu sagen: »Ich tat mein Bestes.« Wenn ich die Bibel aufschlage, finde ich den einsatzfreudigen Apostel Paulus, der bezeugt, dass das nicht der Weg ist. Aus eigener Kraft nach Gottes Maßstäben leben zu wollen, ist ein hoffnungsloses Unterfangen.
Den Weg zeigt uns Jesus: »Von neuem geboren werden!« Doch was genau ist die neue Geburt? Es ist der Anfang eines Lebens, das Gott selbst in uns bewirkt hat. Dieses Leben ist nicht das Halten aller möglichen Vorschriften und Gebote. Da muss man sich nicht mehr selbst abzappeln und abmühen - ständig mit dem dumpfen Gefühl, dass es sowieso nicht reicht. Nein, Gottes Heiliger Geist wohnt von nun an in dem Menschen, so dass er fähig wird, das zu tun, was Gott gefällt. Endlich kann ein solcher Mensch sich so verhalten, wie sich ein Geschöpf dem Schöpfer gegenüber verhalten muss: Es soll ihm gehorchen, im dienen und ihn anbeten.

Berndt Mokros


Frage
Wenn's sowieso nicht reicht, warum sollte man Gottes Angebot dann nicht annehmen?
Tipp
Es ist nicht unser Bestes, das zählt, sondern Gott, der für uns sein Bestes gegeben hat.
Bibellese
Johannes 3,1-16

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