Mittwoch, 19. Juli 2017

Leitvers

… vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig werden.
Matthäus 6,12

Vergeben – wie ich dir, so Gott mir

Vergeben – wie ich dir, so Gott mir

Das Vaterunser. Sie kennen es. Aber wie verstehen Sie die Passage mit dem Vergeben? Ich habe mich lange schwergetan, zu kapieren, wie es gemeint ist. Genau DER Punkt ist Jesus aber so wichtig, dass er ihn extra erläutert: »Wenn ihr den Menschen nicht vergebt, wird euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben« (Matthäus 6,15). Da war ein Knecht, dem sein Herr eine sehr große Schuld erlassen hatte. Er selbst war aber nicht bereit, seinem Schuldner eine kleine Schuld zu erlassen: »Sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis er alles bezahlt hatte, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht … von Herzen vergebt« (Matthäus 18,35).
Was für eine riesige Schuld hat Gott mir vergeben und ein für alle Mal getilgt, nachdem ich ihn ausdrücklich darum gebeten habe! Sollte mir da das »Von-Herzen-Vergeben« bei den an mir schuldig Gewordenen nicht sehr viel leichter fallen!?
Ein Sprichwort sagt: »Manche treten dir auf den Fuß und entschuldigen sich, andere treten dir ins Herz und merken es nicht mal.« Denen zu vergeben, die selbst gerne zum Vergeben bereit sind, wenn sie andere verletzt haben, fällt leicht. Doch denen von Herzen zu vergeben, die sich gar nicht schuldig fühlen und selbst noch nie um Vergebung gebeten haben, die mir »ins Herz treten« und dabei noch ein Auge zudrücken, um besser zielen zu können, ist eine enorme Herausforderung.
Wahrscheinlich schafft das nur der, der sich seiner ihm vergebenen Schuld bewusst ist und bleibt. Und gegenüber Gott haben wir eine unermessliche Schuld – die uns Jesus vergeben möchte. Vergebung zu empfangen, macht fähig zu vergeben!

Markus Ditthardt
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Frage
Wie gehen Sie mit Verletzungen um?
Tipp
Niemand ist perfekt, jeder macht Fehler. Daher sollte auch jeder lernen zu vergeben. Und: zu vergessen!
Bibellese
Matthäus 18,21-35

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