Donnerstag, 20. Juli 2017

Leitvers

Kein Mensch hat Gewalt über den Wind, den Wind zurückzuhalten, und niemand hat Gewalt über den Tag des Todes.
Prediger 8,8

Plötzlich und unerwartet

Plötzlich und unerwartet

Sie und ihr Bruder waren die besten Freunde. Deswegen glaubte sie ihm auch, als er beteuerte, unschuldig des Mordes angeklagt zu sein. Dennoch konnte sie – ungebildet, ohne Schulabschluss, Geld oder Beziehungen – nichts dagegen tun, dass Kenny Waters 1983 zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Doch die Liebe zu ihrem Bruder ließ Betty Anne nicht aufgeben: Sie beschloss, Jura zu studieren, um dann als Anwältin den Fall neu aufzurollen. Und sie schaffte es tatsächlich: Nach 18 Jahren konnte sie die Unschuld ihres Bruders beweisen und ihn aus dem Gefängnis freibekommen. Doch dann das Unfassbare: Nur sechs Monate nach seiner Freilassung stirbt ihr Bruder Kenny durch einen unglücklichen Sturz, bei dem er sich das Genick bricht.
Der Tod kommt plötzlich. Er fragt nicht danach, ob gerade 18 verlorene Jahre hinter jemandem liegen. Ob noch ein wichtiges Gespräch geführt werden muss oder dringend eine finanzielle Angelegenheit zu regeln ist. Wenn der Mensch von Gott abberufen wird, muss er gehen. Der Gedanke an den Tod wird in unserer Gesellschaft der »ewig Jungen« ausgeblendet. Viele Menschen sagen, dass sie lieber früh sterben wollen, als alt und gebrechlich zu werden. Doch die Menschen, die alt und gebrechlich sind, klammern sich in aller Regel an ihr Leben und wollen nicht sterben. Der Tod, wann auch immer er kommt, ist ein schrecklicher Feind des Menschen.
Auch Christen hängen an ihrem Leben. Aber sie brauchen den Tod nicht zu fürchten. Denn sie wissen, was danach kommt und dass sie dann dem Gott begegnen werden, für den sie schon auf dieser Erde gelebt haben. Sie wissen sich – im Leben und im Sterben – geborgen in der Hand des Gottes, der ihre Tage gezählt hat.

Elisabeth Weise
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Frage
Welche Gedanken kommen Ihnen, wenn Sie an einen plötzlichen Tod denken?
Tipp
Die Frage, was nach dem Tod kommt, ist zu wichtig, um verdrängt oder aufgeschoben zu werden.
Bibellese
1. Korinther 15,42-58

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