Freitag, 21. Juli 2017

Leitvers

Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.
Römer 3,23-24

Die richtige Sichtweise

Die richtige Sichtweise

Jesus erzählte seinen Zuhörern einmal folgende Geschichte, um ihnen zu zeigen, wie Gott die Menschen sieht: Es gingen zwei Menschen in den Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer (sie gehörten zur damaligen Zeit der religiösen Elite an). Und der andere war ein Zöllner (sie wurden vom Volk verachtet, da sie mit der römischen Besatzungsmacht zusammenarbeiteten und sich dabei auch noch selbst bereicherten). Der Pharisäer ging im Tempel ganz nach vorne und betete: »Herr, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ehebrecher, Ungerechte oder auch wie dieser Zöllner.« Dann zählte er noch seine guten Werke auf, die er tat. Ganz anders der Zöllner. Er hatte nichts vorzuweisen. Er blieb weit hinten stehen, wagte nicht einmal, seinen Kopf zu erheben, schlug sich an die Brust und sagte schlicht: »Herr, sei mir Sünder gnädig.«
Jesus schloss dann an diese Geschichte seine Einschätzung an: »Dieser (der Zöllner) ging gerechtfertigt hinab in sein Haus im Gegensatz zu jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.«
Haben Sie auch gute Werke vorzuweisen? Unterstützen Sie vielleicht die Caritas oder Brot für die Welt? Engagieren Sie sich bei älteren und hilfebedürftigen Menschen? Vielleicht gehen Sie auch zum Blutspenden und haben Ihren Organspendeausweis im Portemonnaie? Oder sehen Sie sich als Mensch, der Vergebung braucht? Der erkannt hat, dass er so, wie er ist, nicht vor Gott treten kann?
Es kommt darauf an, wie Gott uns beurteilt. Wir brauchen alle Vergebung durch Jesus Christus. Und die kann man nur demütig erbitten – ohne die eigenen guten Taten ins Spiel zu bringen. Ohne Jesus kann keiner gerettet werden. Er ist der einzige Weg zu Gott.

Robert Rusitschka
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Frage
Wie würden Sie vor Gott treten?
Tipp
Demütig wird man, wenn man sich ehrlich nach dem Maßstab des Höchsten, also Gott, beurteilt.
Bibellese
Lukas 18,9-14

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