Dienstag, 20. Januar 2009

Leitvers

Und ich, siehe, ich mache dich heute ... zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land ...
Jeremia 1,18

Schwankende Mauern

Schwankende Mauern

Gestern vor 20 Jahren, am 19. Januar 1989, sprach Erich Honecker, damals Staatsratsvorsitzender der DDR, davon, dass die Berliner Mauer als Schutz vor dem »Imperialismus des Westens« noch 100 Jahre stehen werde. Er war ein sehr schlechter Prophet, denn die 100 Jahre dauerten nur noch genau 294 Tage. Dann wurde nach einer Gesamtstandzeit von gut 28 Jahren mit der Öffnung und dem Abriss begonnen. Die weitaus größte Mauer der Welt - die Chinesische Mauer - erfüllt ihren Zweck ebenfalls nicht mehr, kann aber als Kulturgut noch besichtigt werden. Eine Mauer als Schutz ist also ein alter Menschheitswunsch.
Als der Prophet Jeremia in den Dienst gerufen wurde, hatte er starke Bedenken. Seine Botschaft würde nämlich sehr unpopulär und er entsprechenden Anfeindungen ausgesetzt sein. Deshalb gab Gott ihm die Zusage, ihn zu einer ehernen Mauer zu machen, damit er im Kampf nicht überwältigt würde. Der Verlauf der Ereignisse zeigte, dass trotz aller Katastrophen, die dann über das Königreich Juda hereinbrachen und auch Jeremia nicht unberührt ließen, er doch bewahrt blieb, bis die Bibel über ihn nichts mehr berichtet.
Auch Christen stehen heute unter dem Schutz Gottes. Allerdings verspricht Gott weder Jeremia noch den Christen, dass er sie vor Verfolgung, Krankheit und Notlagen bewahrt, sondern dass er in all diesen Prüfungen bei ihnen ist und sie hindurchträgt, damit sie davon nicht überwältigt werden. Um seines Sohnes willen wird er alle, die an ihn glauben, bewahren, dass sie das große Ziel erreichen, einmal bei ihm im Himmel zu wohnen.

Bernd Hüsken


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Wie sieht Ihre Schutzmauer für Ihr Leben aus?
Tipp
Lesen Sie Johannes 3,13-21 und überprüfen Sie Gottes Angebot!
Bibellese
Jeremia 1

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