Freitag, 20. März 2009

Leitvers

Aber auch diesmal suchte er seine Hilfe nicht beim Herrn, sondern bei Ärzten.
2. Chronik 16,12

Ärztliche Hilfe nicht erlaubt?

Ärztliche Hilfe nicht erlaubt?

Auch für diesen Bibelvers gilt der Grundsatz: Man muss ihn im Zusammenhang sehen. König Asa hatte am Anfang seiner Regierungszeit auf die Hilfe Gottes gesetzt, dann aber bediente er sich geschickter politischer Schachzüge, um seinen Gegner zu bezwingen. Den Propheten, der ihn im Auftrag Gottes tadelte, ließ er ins Gefängnis werfen und foltern. Daraufhin erlitt er eine schwere Fußkrankheit, in deren Verlauf er aus Trotz nicht Gott um Hilfe bat, sondern ausschließlich von den Ärzten Heilung erwartete.
Wer behauptet, die Bibel verbiete den Besuch von Ärzten, der verbreitet eine Lüge. Das Beten um Heilung schließt ärztliche Hilfe nicht aus. Martin Luther sagte dazu treffend: »Ärzte sind unseres Herrgotts Menschenflicker.« Gott benutzt das Wissen und die Fähigkeiten der Ärzte, um zu helfen. Aber er ist nicht darauf angewiesen. Viele Leute haben heute allerdings ein großes Problem: Weil viele Phänomene, die die Menschen früher als Reden Gottes verstanden, heute naturwissenschaftlich erklärt werden können, glauben sie, das gelte für alle Krankheiten. Doch das stimmt nicht. Wer Gott kennt, weiß, dass alle Krankheiten zwei Seiten haben. Einerseits sind sie »Fehlschaltungen« unseres Körpers, andererseits will Gott durch sie mit uns ins Gespräch kommen.
Wir müssen uns nun die Frage gefallen lassen: Was trauen wir dem allmächtigen Gott überhaupt noch zu? Bei Martin Luther benutzte Gott eine elektrostatische Entladung in der Atmosphäre (ein Gewitter), um dessen Leben in eine andere Richtung zu lenken. Wichtig bei allem erklärlichen und unerklärlichen Leiden ist nur, dass wir uns nicht trotzig von Gott abwenden, sondern uns vertrauensvoll zuerst an ihn wenden.

Günter Seibert
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Frage
Welche Rolle spielt Gott in Ihrem Denken und Planen?
Tipp
Der Gott, den die Bibel beschreibt, hat auch heute noch alle Fäden in der Hand!
Bibellese
2. Chronik 15; 16

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