Donnerstag, 20. April 2006

Leitvers

Der Sohn des Menschen ist gekommen zu suchen
und zu erretten, was verloren ist.

Lukas 19,10

Die Gerichtsverhandlung

Die Gerichtsverhandlung

Ich war straffällig geworden, und in der bedrückenden Atmosphäre des Gerichts, mit schlechtem Gewissen und der Angst vor Strafe, war ich ziemlich kleinlaut. »Aber wo kämen wir hin, wenn das jeder machen würde? Was haben Sie sich nur gedacht?«, fragte der Richter. Darauf wusste ich keine Antwort, und mir kam die Erinnerung an die Kriegs- und Nachkriegsjahre, wo Klauen »Organisieren« hieß und normal war. Damals war ich Kind, aber einer der eifrigsten Organisierer. Das sagte ich dem Richter in der Hoffnung auf eine milde Strafe. »Schön«, meinte der Mann in Schwarz, »das haben damals fast alle getan. Doch als die Zeiten wieder normal wurden, haben andere aufgehört, warum Sie nicht?« Da lief mir im Kopf mein Leben wie ein Film ab, und ich bekam einen Weinkrampf. Die Verhandlung wurde unterbrochen, und der Staatsanwalt nahm mich in den Arm wie ein tröstender Vater. Danach hatte ich mich stets gesehnt, doch meinen Vater, der im Krieg blieb, kannte ich kaum. Der Prozess endete mit einem milden Urteil.
Bisher hatte ich nur allzu oft auf die Stimme des Verführers gehört. Nun aber hörte ich eine andere Stimme, die sprach: »Wer mein Wort hört und an den glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht« (Johannes 5,24). Ob das auch für einen Sünder wie mich galt? Ich betete um Glauben, und es wichen alle Zweifel. Wenn ich einmal vor Gott stehe, bin ich von jeder Schuld völlig frei gesprochen, weil Jesus Christus mein Anwalt ist und am Kreuz für alle Sünden gebüßt hat. Er hilft mir auch jetzt schon, und ich möchte stets tun, was er sagt.

Karl-Heinz Gries


Frage
Gilt das nur für »Knackis«?
Tipp
Auch »Anständige« brauchen einen Fürsprecher bei Gott.
Bibellese
Johannes 21,1-14

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