Mittwoch, 19. April 2006

Leitvers

Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus,
dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde,
damit ihr durch seine Armut reich würdet.

2. Korinther 8,9

Wie erzielt man den größten Gewinn?

Wie erzielt man den größten Gewinn?

Heute vor 65 Jahren wurde im Züricher Schauspielhaus eines der populärsten Theaterstücke von Bert Brecht (1898-1956) uraufgeführt: »Mutter Courage und ihre Kinder«. Mit der historischen Parabel wollte Brecht mitten im Zweiten Weltkrieg zeigen, dass sich der Krieg für den Menschen nicht lohnt. Mutter Courage, so genannt wegen ihrer mutigen Tatkraft, ist im Dreißigjährigen Krieg Marketenderin. Sie will am Krieg verdienen, ihre Kinder aber aus dem Krieg heraushalten. Doch gerade durch ihr eisernes Festhalten am Geschäft verliert sie alle drei Kinder. Unbelehrbar tut sie sich selbst das größte Leid an, um – wie sie meint – ihren »Schnitt machen« zu können, darin ist sie ein Beispiel für die Unbelehrbarkeit einer immer wieder in Kriege verwickelten Menschheit.
Das Gegenbeispiel ist ihre stumme Tochter Kattrin (= die Reine!), die ihr Leben opfert, um die Bevölkerung einer Stadt vor dem Verderben zu retten. Sie folgt darin unbewusst dem Vorbild dessen, der »wie ein Schaf – das stumm vor seinen Scherern – seinen Mund nicht auftat«, (Jesaja 53,7), als er sich für eine gottlose Menschheit am Kreuz von Golgatha opferte. Alles Gewinnstreben des Menschen ist letztlich vergeblich. Das wird am anschaulichsten bei den »Kriegsgewinnlern«. Das Sterben und Auferstehung des Gottessohnes aber bedeutet für alle, die ihm glauben, den größten Gewinn. Ansehen und Reichtum wird man dabei in dieser Welt zwar nicht erwerben können, der unbeschreiblich große Gewinn liegt heute im Frieden mit Gott und später in der jenseitigen Welt in der Gemeinschaft mit Gott. Das ist für den Unglauben zwar ein »Wolkenkuckucksheim«, für den Glaubenden aber heute schon eine Wirklichkeit.

Gerhard Jordy


Frage
Was betrachten Sie als Ihr wichtigstes Lebensziel?
Tipp
Mit Jesus Christus ist man am Lebensende nicht betrogen.
Bibellese
Johannes 20,24-31

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