Donnerstag, 20. Juli 2000

Leitvers

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz,
um zu retten ...

Jesaja 59,1

Bitte keine leeren Versprechungen!

Bitte keine leeren Versprechungen!

Erst wenn man krank ist, weiß man die Gesundheit zu schätzen. Plötzlich ist alles anders gekommen, als man erwartet hat. Herausgerissen aus dem »normalen« Leben liegt man nun da. Die Nachtstunden schleichen endlos dahin. Die Zeit scheint stehen zu bleiben. Ob Gott mein Gebet hört? Warum bleibt der Himmel verschlossen, obwohl ich Gott fortwährend in den Ohren liege? Warum antwortet er nicht? Das Stimmungsbarometer schwankt zwischen Ungeduld und Resignation.
Wie viele leere Versprechungen muss Gott sich da oft anhören. Wenn wir in der Klemme sitzen, beteuern wir: »Gott, wenn du mich wieder auf die Beine bringst, dann will ich ein anderes Leben führen. Dann hab’ ich endlich Zeit für dich!« Und dann hat Gott eingegriffen. Doch was ist aus den vielen Versprechungen geworden? Nichts! Alles ist beim Alten geblieben! Bin ich mir eigentlich bewusst, was ich Gott manchmal zumute?
Wie gut, dass Gott da ganz anders ist. Er hält seine Versprechen. Auch in Zeiten der Krankheit. Aber es geht um mehr als körperliche Krankheit. Gott will unsere Seele retten. Wenn wir uns nur mal in Gottes Licht stellen würden! Wieviel Unheil wird da deutlich. Unsere Schuld und Sünde zieht uns ins Verderben, in den ewigen Tod. Dabei will Gott doch gar nicht unser Verderben. Er will unsere Rettung, unser Heil. Und zwar für ewig. Ist alles klar zwischen Gott und mir? Weiß ich um Vergebung und Gnade? Nur dann kann ich auch in Zeiten der Krankheit Gottes Trost in Anspruch nehmen.

Manfred Paul


Frage
Gibt es ein Versprechen, das ich Gott gegenüber einlösen sollte?
Tipp
Entscheidender als unsere Versprechen Gott gegenüber ist allerdings, was Gott für uns schon längst getan hat.
Bibellese
Markus 4,30-34

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