Freitag, 20. August 2010

Leitvers

Wo sind die Neun?
Lukas 17,17

Undank ist der Welt Lohn

Undank ist der Welt Lohn

Ist das nur eine alte Lebensweisheit oder schmerzhaft selbst erlebte Wirklichkeit? Warum fällt es so schwer, von Herzen dankbar zu sein? Gründe zum Danken gibt es vielfältig: Für den liebevoll gedeckten Tisch, das schmackhafte zubereitete Essen, die treue Pflege, das gute Gespräch, die gezeigte Anteilnahme, die ärztliche Hilfe, das wirksame Medikament. Warum bleiben wir einander oft den Dank schuldig? Nun ist diese Merkwürdigkeit offensichtlich nicht neu. Vor 2000 Jahren war das Verhältnis schon 9 zu 1.
Jesus Christus begegnete zehn unheilbar an Aussatz Erkrankten. Als sie ihn sahen, fingen sie an zu schreien: »Jesus, Meister, erbarme dich unser.« Der Sohn Gottes heilte sie. Aber nur einer kehrte zurück, als er sah, dass er geheilt war, und verherrlichte Gott mit lauter Stimme. Er fiel aufs Angesicht zu den Füßen Jesu und dankte ihm. Nun wollte Jesus wissen: »Wo sind die Neun? Haben sich sonst keine gefunden, die zurückkehrten, um Gott die Ehre zu geben?
Ja, wo waren die Neun? Sicher zu Hause. Sie genossen es, wieder in die Volkgemeinschaft aufgenommen zu sein, von der sie so lange ausgeschlossen waren.
Und wie viele Wohltaten Gottes haben wir schon erhalten! Haben wir ihm gedankt, oder waren wir froh, wieder gesund zu sein, eine gute Arbeitsstelle gefunden zu haben, nicht durch die Prüfung gefallen zu sein, oder was immer es war? Wenn wir bedenken, dass wir nicht nur dafür, sondern für jeden Atemzug auf Gott angewiesen sind, sollten wir schon dankbarer werden.

Detlef Kranzmann
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Frage
Warum ist es nur Recht, Gott dankbar zu sein?
Tipp
»Schwein gehabt«, ist kein Ausdruck, der den Tatsachen gerecht wird.
Bibellese
Lukas 17,11-19

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