Dienstag, 21. Februar 2017

Leitvers

Und seid dankbar!
Kolosser 3,15

Kultur

Meckermeister!

Es ist ein moderner Mythos, dass Eskimo-Sprachen Dutzende verschiedene Ausdrücke für Schnee hätten, um feinste Nuancen in der Beschaffenheit des weißen Pulvers ausdrücken zu können. Der Irrtum liegt darin begründet, dass in diesen Sprachen Zusammensetzungen wie »gerade frisch gefallener Schnee« als komplexes Wort gebildet werden, während sie in europäischen Sprachen getrennt erscheinen.
Dass es im Deutschen allerdings über ein Dutzend verschiedene Ausdrücke für »meckern« gibt, ist kein Mythos, sondern leicht nachzuprüfen: meckern, mosern, nörgeln, jammern, klagen, motzen, maunzen, quengeln, mäkeln, stänkern, maulen, murren u.v.m. Brauchen wir wirklich diesen Formulierungsreichtum, um selbst feinste Nuancen in einer Haltung der Unzufriedenheit und Beschwerdefreude ausdrücken zu können? Und warum kommen wir mit nur einem Wort für das Gegenteil aus? Denn erstaunlicherweise gibt es zu »danken« keine gleichbedeutenden Begriffe.
Liegt das vielleicht daran, dass wir viel lieber unserer Unzufriedenheit Luft verschaffen (und dabei sehr einfallsreich sind), als unserer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen? Dabei weiß jeder, wie anstrengend dauernde Meckerei und wie wohltuend ein herzliches Dankeschön ist!
Die Bibel fordert mich an vielen Stellen dazu auf, dankbar zu sein. Dankbarkeit ist also eine Haltung, die ich üben kann. Und sie zeigt auch, an welche Adresse ich meinen höchsten Dank richten kann – an Gott, der die Quelle alles Guten ist. Ich will lernen, ihm viel bewusster jeden Tag für das Gute in meinem Leben zu danken.

William Kaal
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Frage
Wofür haben Sie Gott heute (schon) gedankt?
Tipp
Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen nur mit den Dingen auf, für die Sie Gott heute gedankt haben.
Bibellese
Psalm 136

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