Sonntag, 21. November 1999

Leitvers

Berge Israels, hört das Wort des Herrn, HERRN!
Hesekiel 6,3

Israel

Können Berge hören?

Natürlich nicht! Und doch steht das obige Wort in der Bibel. Was meint Gott denn damit, wenn er so etwas sagt? Der Herr Jesus Christus hat auch gesagt: »Wenn ihr zu dem Berg sprecht .« Und durch den Propheten Sacharja lässt er sagen: »Wer bist du, Berg, vor mir?«
Wenn ich an Israels Berge denke, dann empfinde ich, wie sehr unterschiedlich sie sind. Da ist der gewaltige schneebedeckte Hermon, der aus dem Dunst des Jordantales aufsteigt, wie ein unwirkliches Gemälde, ein Kontrast zwischen heiß und kalt. Oder der runde Tabor, so ganz anders sieht er aus, wie alle umliegenden Berge. Und natürlich der Ölberg, wo Jesus betete, mit dem einmaligen Ausblick auf Jerusalem, an dessen Abhang sich der Garten Gethsemane schmiegt und an dessen Fuß das Kidrontal liegt, durch das König David zog, als er von seinem Sohn Absalom floh.
Unvergesslich ist mir auch der Moses-Berg Horeb im Sinaimassiv. An manchen Stellen sieht es so aus, als hätte Gott erst kürzlich die gewaltigen Felsbrocken dort hingeworfen. Man hört den Wind, als wollte er sprechen, die Stille, als wollte sie flüstern. Kein Mensch kann dort sein, ohne tief beeindruckt zu werden.
Nun spricht die Bibel ja oft in Bildern. Berge sind nämlich auch ein Bild der Mächte oder der Mächtigen dieser Welt. Die lassen ja selten mit sich reden. Aber wie ist es mit mir? Fühle ich mich nicht auch manchmal so stark, dass Gott nicht mit mir reden kann? Er will jedenfalls, dass wir von unserem »Berg« herunterkommen, um zu hören, was Er uns sagen will. Gerhard Schwabe
Frage
Meinen Sie noch, ein »Berg« vor Gott zu sein, wenigstens in manchen Bereichen?
Tipp
Besser jetzt auf den Herrn hören, als einmal im Gericht!
Bibellese
Psalm 126

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