Sonntag, 21. November 2004

Leitvers

Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt
und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt.

Römer 8,22

Das Seufzen der Schöpfung

Das Seufzen der Schöpfung

Bei einem Spaziergang in der Umgebung einer Stadt in China kamen wir an einer Halle vorbei, in der Bären gehalten werden. Jeder Bär muss sich mit einem Käfig von ungefähr einem Quadratmeter begnügen. In den Käfigen ist kein Boden. Er lebt, geht und schläft auf den Stäben. So fristet er sein Leben. In der chinesischen Medizin gilt Bärengalle sehr viel. Deshalb wird diesen Tieren mit einer besonderen Vorrichtung, die ihnen umgeschnallt wird, die Galle abgezapft. Anscheinend wird der Gürtel ihnen nach einiger Zeit abgenommen, damit sie sich erholen können, und der Nächste kommt an die Reihe. Das ist das Leben dieser Tiere unter der Herrschaft des Menschen.
Das viele Seufzen in der Natur wird leider vor allem von uns sündigen Menschen verursacht. Der Naturschützer wird vielleicht manchmal enttäuscht sein, dass er in Bezug auf solche Probleme und Fragen nicht gleich die passende Antwort in der Bibel findet. Aber Gott befasst sich nun einmal in der Bibel vorrangig mit dem Menschen.
Doch finden wir dort auch einen Satz wie den vom Seufzen der Schöpfung, und er ist von großer Bedeutung. Er sagt, dass der gegenwärtige Zustand, in dem die Natur sich befindet, im Wort Gottes als ein Zustand des Leidens beschrieben wird. Es ist ein Zustand, den Gott nicht will und dem er ein Ende machen wird, wenn Jesus Christus wiederkommt. Deswegen heißt es in der Bibel auch noch: »Denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes.« Jeder, der die Natur, die Tiere, die Pflanzen liebt, wird sich darüber freuen können, dass auch die Schöpfung »frei gemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes«.

Karl-Otto Herhaus


Frage
Freuen Sie sich darüber, dass dieses Seufzen der Natur einmal ein Ende hat?
Tipp
Christen vergöttern Tiere nicht, aber sie tun ihnen auch kein Unrecht.
Bibellese
Römer 8,18-30

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