Mittwoch, 22. Oktober 2014

Leitvers
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand und mit deiner ganzen Kraft!

Markus 12,30

Ein Christentum ohne Christus?

Ein Christentum ohne Christus?

»Ja, Nächstenliebe finde ich auch wichtig.« – »Das Christentum ist als moralische Instanz heute immer noch gefordert.« – »Die diakonischen Arbeiten der Kirche haben immer noch ihren Platz.« – »Ich finde es gut, wenn man sich irgendwo engagiert.« – »Die Bergpredigt hat uns auch heute noch etwas zu sagen.«
Im Gespräch mit meinen Mitmenschen bekomme ich immer wieder solche oder ähnliche Antworten zu hören, wenn sich die Unterhaltung gerade um den christlichen Glauben dreht. Das Muster dieser Aussagen gleicht sich dabei häufig: Das Christentum kann einem zu höherer Moral, Stabilität und Solidarität verhelfen. Da die christlichen Werte in unserer hektischen und kapitalistischen Gesellschaft stärker denn je gefragt sind, ist es nicht verkehrt, sich hier und da etwas für die Kirche und für das Allgemeinwohl einzusetzen.
Obwohl diese Einstellung sicherlich ihren Wert hat, verfehlt sie doch den eigentlichen Kern des christlichen Glaubens. Der Begründer und das Fundament des Christentums ist Jesus selbst, nicht bloß seine Wertvorstellungen. Die ersten Christen wurden von Außenstehenden als Christen bezeichnet, weil sie Jesus Christus anhingen. Sie definierten sich über seinePerson, nicht über seineMoral. Jesus kam nicht in diese Welt, um Tugendhaftigkeit zu propagieren, sondern um verlorene Menschen zu retten und eine Beziehung zu Gott herzustellen. Als er gefragt wurde, was das wichtigste Gebot sei, nannte er nicht nur die Nächstenliebe, sondern vor allem wahre Liebe zu Gott. Nur in dieser vertikalen Beziehung zu Gott können wir auch die horizontale Nächstenliebe ausleben. Ein Christentum ohne Christus ist hohl, kraftlos und geht letztlich am Ziel vorbei.

Sebastian Lüling


Frage
Was ist für Sie der Kern des Christentums?
Tipp
Lernen Sie Jesus Christus kennen und lassen Sie sich auf eine Beziehung mit ihm ein.
Bibellese
Markus 12,28-34

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