
Er sammelt das Wasser des Meeres wie der Damm, legt in Behälter die Fluten.
Psalm 33,7

Sechs lange Jahre planen Experten ein Renaturierungsprojekt im tschechischen Landschaftsschutzgebiet Brdy. Durch die Anlage von Dämmen soll der ehemalige Militärübungsplatz in ein Feuchtgebiet verwandelt werden. Die Pläne sind fertig, die Baugenehmigung ist erteilt, die Bagger können anrollen. Doch das ist nicht mehr nötig: Die Dämme sind nämlich schon fertig! Eine Biberfamilie hat sie errichtet und dadurch Teiche und Sümpfe angelegt. Das Ergebnis übertrifft alles, was sich die Behörden hätten ausdenken können - und spart dem tschechischen Steuerzahler 1,2 Millionen Euro. Das Beste daran: »Die Biber kümmern sich auch um die Kontrollen, Reparaturen, um die ganze Instandhaltung«, erklärt Bohumil Fišer, Leiter des Schutzgebietes: »Dafür müssten wir sonst für viel Geld eine Firma beauftragen.«
Ähnlich ist es mit den menschlichen religiösen Bemühungen: Während wir »Wege« suchen, um zu Gott zu kommen, hat er schon lange einen gebahnt. Oft versuchen wir, Gott durch einen hohen Einsatz an Zeit, Kraft und Geld zu beeindrucken. Doch dabei fehlt die Lösung für das drängendste Problem des Menschen: seine Schuld vor Gott. Auch unsere scheinbar guten Werke können diese nicht auslöschen, denn »selbst unsere gerechten Taten sind besudelt wie ein schmutziges Gewand« (Jesaja 64,6). Deshalb ergreift Gott selbst die Initiative. Derjenige, der Biber Dämme bauen lässt, kommt in der Person von Jesus in unsere Welt und tut das, was wir nicht können: Er verbannt die Sünde - Dammbruch ausgeschlossen!
Jesus ist »das Sühneopfer für unsere Sünden« (1. Johannes 2,2). Gegenüber ihm können alle Religionen einpacken. Wir können und müssen nichts zur Befreiung von unserer Schuld leisten, sondern dürfen diese dankbar und kostenlos annehmen.

An welchen Stellen in Ihrem Leben arbeiten Sie vergeblich an einem Damm, um etwas von sich fernzuhalten?

Gott sperrt die Sünde nicht einfach nur weg, sondern löscht sie vollkommen aus.
