Dienstag, 23. Februar 2010

Leitvers

Den ganzen Tag habe ich meine Hand ausgestreckt zu einem ungehorsamen und widersprechenden Volk.
Römer 10,21

Nicht zu trösten!

Nicht zu trösten!

Nach einem plötzlichen Fieberkrampf wurde unsere kleine Tochter Dorothea mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus eingeliefert. Noch in derselben Nacht musste sie zahlreiche Untersuchungen über sich ergehen lassen, bevor sie schließlich völlig erschöpft in einen unruhigen Schlaf fiel. Noch drei weitere Tage verbrachten wir im Krankenhaus, bis Dorothea kein Fieber mehr hatte und wir wieder entlassen wurden. Die darauffolgenden Nächte zu Hause waren turbulent. Sie schlief sehr unruhig, hatte Alpträume und schrie im Schlaf deswegen oft jäh auf. Wenn ich zu ihr lief, um sie zu beruhigen, stieß sie meine Hand wütend weg. Ihr Schreien wurde fast panisch, und ich erkannte, dass sie große Angst haben musste. Es war eine besonders schmerzvolle Erfahrung, dass sich meine Tochter nicht von mir trösten lassen wollte. Sie verwarf meine ausgestreckten Hände, und meine beruhigen Worte regten sie nur noch mehr auf. Was konnte ich noch tun? Oft stand ich ratlos neben ihrem Bettchen und konnte nur tatenlos abwarten, bis sie vom Schreien völlig erschöpft wieder einschlief.
In diesen Momenten begann ich ein wenig besser zu verstehen, wie es Gott dabei gehen muss, wenn er liebevoll um Menschen wirbt, aber dabei nur Ablehnung erfährt. Wie oft streckt Gott jedem von uns seine Hand entgegen und möchte uns in seine Nähe ziehen? Wie oft lehnen wir dieses Angebot der liebenden Gemeinschaft ab und stoßen Gottes Hand zornig zurück? Nichts liegt Gott mehr am Herzen, als dass wir seine Kinder werden. Er war sogar bereit, sein Liebstes dafür zu opfern: Er sandte seinen Sohn, um unsere Sündenschuld auf sich zu nehmen, damit nichts mehr uns von Gott trennen muss.

Susanne Eisl


Frage
Wenn wir die große Liebe sehen, mit der Gott um uns wirbt, wie können wir noch zögern, sein Angebot anzunehmen?
Tipp
»Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, [...] ewiges Leben habe« (Johannes 3,16).
Bibellese
Johannes 10,11-15

Kontakt

Nehmen Sie direkt mit dem Autor Kontakt auf.

Mit Absenden des Formulars wird der Verarbeitung der Daten gemäß der Datenschutzerklärung zugestimmt.