Sonntag, 23. März 2008

Leitvers

Jesus ... wie ihn die Hohenpriester und unsere Obersten zum Todesurteil überlieferten und ihn kreuzigten. Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle.
Lukas 24,19-21

Es kam alles ganz anders

Es kam alles ganz anders

Sie hatten Großes erwartet - und nun dies: Jesus war gekreuzigt worden, statt eines glanzvollen Sieges hatten sie eine tiefe Niederlage hinnehmen müssen. Am Tag nach Karfreitag schienen alle Träume der Jünger Jesu und alle ihre Vorstellungen zunichte gemacht. Ich stelle mir vor, dass sich die Jünger nach der Kreuzigung tieftraurig fühlten, ängstlich und unsicher, wie es weitergehen sollte. Zählte all das, was sie zuvor mit Jesus erlebt hatten, überhaupt noch? Jetzt waren die elf verbliebenen Männer zutiefst verunsichert - und weit entfernt davon, das Neue zu erkennen, das am Ostermorgen geschehen sollte.
Uns geht es oft nicht anders als den Jüngern. Manchmal macht Gott einen Strich durch unsere Pläne: Er lässt es zu, dass wir scheitern, dass wir unseren Arbeitsplatz verlieren, dass wir krank werden oder dass wir in eine andere Notsituation geraten. Und dann? Trauen wir ihm zu, dass er alles wenden kann? Können wir geduldig darauf warten, dass er eingreift? Gott hat in seinem Wort zugesagt, dass für die, die ihn lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten dienen wird (Römer 8,28).
So, wie die Jünger am Ostersonntag erlebten, dass Jesus auferstanden war und etwas ganz Neues begann, so können Kinder Gottes ganz gewiss sein, dass ihr Vater trotz Not und Leid Gutes mit ihnen im Sinn hat: »Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft. Das sage ich, der Herr« (Jeremia 29,11). Wir dürfen Gott unser Leben anvertrauen, auch in Zeiten, in denen wir Gottes Handeln nicht verstehen. Wir können gewiss sein, dass seine Liebe uns durchträgt.

Astrid Jähn


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Werfen Sie Ihr Vertrauen auf Gott nicht weg!
Bibellese
Markus 5,21-43

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