Dienstag, 23. April 2002

Leitvers

Zu Gott, dem Höchsten, schreie ich; zu ihm,
der meine Not wendet und alles zu einem guten Ende führt.

Psalm 57,3

Vom Traum zum Alptraum

Vom Traum zum Alptraum

Was als Traumurlaub auf der malaysischen Taucherinsel Sipadan geplant war, wird am 23. April 2000 für das Göttinger Ehepaar Werner und Renate Wallert und ihren Sohn Marc zum Alptraum. Zusammen mit achtzehn weiteren Geiseln werden sie von muslimischen Rebellen der Terrorgruppe Abu Sayyaf entführt und auf die philippinische Insel Jolo verschleppt. Für die Geiseln beginnt eine fast fünfmonatige, zermürbende Leidenszeit im Dschungel. Einige Journalisten haben direkten Zugang zu den Entführern und berichten ständig hautnah vom Aufenthaltsort der Geiseln. Millionen von Fernsehzuschauern in aller Welt werden Zeugen des zunehmend schlechter werdenden Gesundheitszustandes von Renate Wallert. In einem Interview, das am 1. Mai im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird, bekennt Frau Wallert offen: »Ich fühle mich schlecht und vermisse meinen ältesten Sohn. Ich habe jetzt viel Zeit zum Beten.« Und als sie als eine der ersten Geiseln am 17. Juli freigelassen wird, sagt sie den wartenden Journalisten: »Die Gebete sind angekommen!« Aber auch Werner Wallert und Sohn Marc bekennen sich offen zum Glauben an Gott und die Kraft des Gebetes. Auch sie berichten nach ihrer späteren Freilassung: »Unsere Gebete und die vielen Gebete in verschiedenen Kirchen und Gemeinden haben uns geholfen!« Sie halfen nicht nur aus dieser brenzligen Lage, sondern erleichterten auch das spätere Verarbeiten dieser traumatischen Geschehnisse.
Gebet und Gottvertrauen haben in den Medien kaum noch eine Lobby. Das sollte uns aber nicht zu der Ansicht verleiten, Gott habe aufgehört, auf gläubiges Gebet zu antworten.

Rudolf Gerhardt


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Bibellese
Psalm 57

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