Samstag, 23. Mai 2015

Leitvers

Was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber seine Seele einbüßt?
Matthäus 16,26

Zu spät!

Zu spät!

»Mama«, sagte der achtjährige Karl, »ich geh mal eben zu Sven rüber und zeig ihm alle meine Siku-Autos. Der wird staunen, denn ich habe fast alle, außer dem großen Feuerwehrauto.« – »Ja, aber bleib nicht zu lange, du weißt, dass Tante Frieda dich mit in die Stadt nehmen will.« – »Klar, ich komme pünktlich heim.« Und fort war er mit seinem großen Karton voller Autos.
Die Tante kam zur abgemachten Zeit; aber weil Karl nicht zu Hause war, fuhr sie ohne ihn in die Stadt. »Vielleicht wird ihm das eine Lehre sein!«, dachte seine Mutter. Endlich kam er nassgeschwitzt und ganz schmutzig nach Hause. »Wo warst du denn so lange?«, fragte die Mutter. »Sven hat ein tolles Fußballtor bekommen, und da waren noch welche aus unserer Klasse, und wir haben auf das eine Tor gespielt, und dabei habe ich ganz die Zeit vergessen. Wann kommt denn Tante Frieda?« – »Ja, mein Junge, die war hier und ist ohne dich weggefahren. Sie sagte, sie wollte mit dir zusammen ein Auto kaufen, das du noch nicht hast.«
Geht es vielen Erwachsenen nicht ebenso wie Karl? Der wollte seinen Klassenkameraden neidisch machen. So machen es aber nicht alle. Viele möchten gute Eltern oder brauchbare Mitarbeiter oder hilfsbereite Nachbarn sein. Doch wer darüber vergisst, dass man vor allem unseren Tagesvers bedenken muss, der wird einmal eine weit schlimmere Enttäuschung erleben als Karl. Es kann ein »Zu spät« geben, nämlich dann, wenn man über allen diesseitigen Beschäftigungen und Ablenkungen das Allerwichtigste, das Verhältnis zu Gott, aus dem Auge verloren hat. Aber noch heute erinnert uns Gott an diese eigentliche Bestimmung für alle Menschen, dass dieses Verhältnis zu ihm rechtzeitig geklärt werden muss.

Waltraud Baumann


Frage
Was ist Ihr Ziel für Ihr Leben?
Tipp
Dass mit dem Tod alles aus ist, bleibt eine völlig unbewiesene »Hoffnung«!
Bibellese
Matthäus 16,24-27

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