
Doch er hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen. Und wir, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
Jesaja 53,4

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Jesus auf solch eine brutale Weise und an einem so unwirtlichen Ort sterben musste? Hatten die Menschen nichts Besseres für ihn übrig? Warum wurde er bloß so verachtet? Und warum starb er ausgerechnet auf diesem kahlen Felsen? Warum so weit draußen vor der Stadt, wo keiner freiwillig hinging und die Toten vergammelten?
Ich denke, dass Jesus nachempfand und veranschaulichte, wie es ist, wenn man von Gott ausgestoßen ist. So starb der Sohn Gottes verflucht und aus der Gemeinschaft ausgestoßen an einem unwirtlichen, abgelegenen Ort. In diesem Moment trug er all unsere Schuld, unser Versagen, unsere Gemeinheiten, unseren Ungehorsam. Dabei wurde es vollkommen finster, und Jesus rief aus: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (Matthäus 27,46). Er machte sich so sehr mit unseren Sünden eins, dass sich der heilige Gott von ihm abwenden musste.
Mit den erlittenen Schmerzen zeigte Jesus seine tiefe Verbundenheit zu allen, die einsam sind, sich abgeschoben fühlen, für die sich niemand zu interessieren scheint. Jesus weiß, was es bedeutet, ausgegrenzt und abgelehnt zu sein. Sich am Rande der Gemeinschaft vorzufinden und unverstanden zu sein. Etwa dann, wenn man früher eine bedeutende Tätigkeit durchführte, aber wegen Alter oder Krankheit zurücktreten muss. Oder man muss die Wohnung aufgeben und lebt im Seniorenheim unter vielen. Kaum besucht, scheinen der Name, die frühere Stellung und die persönlichen Fähigkeiten ohne Belang zu sein.
Doch Jesus ist da. Gerade dort, wo Sie meinen, Jesus sei besonders weit weg, ist er Ihnen am nächsten. In Schwachheit und Einsamkeit stellt er sich dazu und sagt: »Ich sehe dich. Ich verstehe dich. Ich bin bei dir.« Sie müssen Jesus nur als Ihren Retter und Herrn in Ihr Leben aufnehmen.

Wo fühlen Sie sich allein und ausgegrenzt?

Ihr Schmerz ist Jesus nicht fremd. Sie sind nicht allein.
